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Brandenburg: Brandenburgs SPD holt sich Rat bei Super-Nanny

Potsdam - Es ist eine Nuance. Vor ein paar Jahren hatte Brandenburgs SPD-Regierungschef Matthias Platzeck verkündet, aus Brandenburg das „kinder- und familienfreundlichste Land der Bundesrepublik“ zu machen.

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Potsdam - Es ist eine Nuance. Vor ein paar Jahren hatte Brandenburgs SPD-Regierungschef Matthias Platzeck verkündet, aus Brandenburg das „kinder- und familienfreundlichste Land der Bundesrepublik“ zu machen.

Kurz vor dem Ende der Wahlperiode, am Dienstag auf einer SPD-Konferenz zur Familienpolitik in Potsdam, klang das bescheidener: „Wir wollten, dass aus Brandenburg ein besonders kinder- und familienfreundliches Land wird“, sagte Platzeck da. „Diesem Ziel sind wir näher gekommen.“

Nun ja, der Superlativ verschwand.

Dabei kann sich Brandenburg etwa mit fast flächendeckenden „Netzwerken für gesunde Kinder“, die ehrenamtliche Paten für Familien vermitteln, mit einem dichten Netz an Kindertagesstätten durchaus sehen lassen, wie Platzeck meinte – bestätigt von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt: „Brandenburg ist oft vorbildhaft für Berlin.“

Zumindest gehen die Sozialdemokraten, die gerade eine Bildungsoffensive versprochen haben, ungewöhnliche Wege, um sich im Vorwahlkampf Aufmerksamkeit zu sichern: So saß neben Ulla Schmidt und Sozialministerin Dagmar Ziegler im Podium der Konferenz eine gewisse Katharina Saalfrank, 37.

Genau, das ist jene Frau, die durch die RTL-Sendung „Super-Nanny“ populär wurde. Der Privatsender schickt in der Show die Pädagogin – stets begleitet von einem Kamerateam – zu streitenden und weinenden Problemfamilien und kommt so zu hohen Einschaltquoten.

Statt Ratschläge für Brandenburg konnte Katharina Saalfrank eher allgemeingültige Erfahrungen zu Zuständen in deutschen Familien beisteuern: In die Ecke, sie beleuchte mit ihrer Sendung „Problemfälle“, Hartz-IV-Familien, wollte sich die „Super-Nanny“ jedenfalls nicht stellen lassen.

„Es sind Schwierigkeiten, Situationen, die wir alle kennen. Dass sich Kinder auf den Boden werfen, dass sich Mütter oder Väter überfordert fühlen“, sagte sie. „Probleme mit Gewalt, Alkohol und Missbrauch gibt es in allen Schichten.“ Und Familie sei „lebendig, nicht immer rosig, mit Schwierigkeiten verbunden“.

Mit ihrem Auftritt vor den Genossen, so Saalfrank, habe sie der Politik Lebenswirklichkeit näherbringen wollen. Thorsten Metzner

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