Brandenburg: Deutlich mehr Falschgeld in Brandenburg 20- und 50-Euro-Scheine sind besonders beliebt
Potsdam - Falschgeld taucht wieder deutlich häufiger in Brandenburg auf. Bereits Ende September hatte die Polizei nach Angaben eines Sprechers fast so viele Blüten sichergestellt wie im gesamten Jahr 2012, dem bisherigen Spitzenjahr.
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Potsdam - Falschgeld taucht wieder deutlich häufiger in Brandenburg auf. Bereits Ende September hatte die Polizei nach Angaben eines Sprechers fast so viele Blüten sichergestellt wie im gesamten Jahr 2012, dem bisherigen Spitzenjahr. Bis Ende September kassierten die Beamten insgesamt 1296 Blüten in 780 Fällen ein. Im Vergleichszeitraum 2012 waren 1146 Falschnoten in 769 Fällen gefunden worden. Im Gesamtjahr 2012 wurden laut Polizei 1314 falsche Noten in 933 Fällen registriert. Sie hatten einen Wert von rund 58 000 Euro.
„Gingen die Zahlen im Jahr 2013 deutlich zurück, so sind für das laufende Jahr Zunahmen festzustellen“, sagte Polizeisprecher Dietmar Keck der Deutschen Presse-Agentur. Auffällig ist nach Angaben der Sicherheitsbehörden, dass die Ermittler pro Fall immer mehr falsche Scheine sicherstellen. Die Zahl der sogenannten Falsifikate steige schneller als die Zahl der Fälle, in denen der Betrug auffalle.
Die Polizei rief zu besonderer Aufmerksamkeit auf – vor allem in der geschäftigen Weihnachtszeit. „Der Handel kennt das Problem und schult die Mitarbeiter regelmäßig“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen, vor dem vierten Adventswochenende mit verkaufsoffenem Sonntag.
Dem Personal werde nicht nur gezeigt, wie Fälschungen zu erkennen sind, sondern auch, wie es sich im Verdachtsfall verhalten soll. „Es gab schon angebliche Kunden, die im Entdeckungsfall dem Kassierer den Schein wieder aus der Hand gerissen haben und geflüchtet sind“, schilderte Busch-Petersen.
Besonders viele Blüten wurden in diesem Jahr im April im Landkreis-Teltow-Fläming entdeckt. In dem konkreten Fall hatte ein Mann sein Auto an jemanden aus Sachsen-Anhalt verkauft. „Unter dem in bar übergebenen Kaufpreis von 17 000 Euro befanden sich insgesamt 440 gefälschte 20-Euro-Noten mit einem Nennwert von 8800 Euro“, erzählte Polizeisprecher Keck. Auch die hohen Zahlen aus 2012 resultieren nach seine Angaben aus Fällen, bei denen auf einen Schlag viele Falschnoten entdeckt wurden.
Am häufigsten gefälscht wurden laut Keck 20er- und 50er-Scheine. In den ersten neun Monaten von 2014 wurden falsche 20-Euro-Scheine im Gesamtwert von 12 200 Euro und 50-Euro-Blüten im Wert von 27 850 Euro sichergestellt. Dabei handele es sich zumeist um professionelle Druck- oder Farbkopie-Fälschungen, die größtenteils aus dem Ausland stammen.
Auch auf falsche Münzen stießen die Ermittler. Von insgesamt 418 Stück handelte es sich meist um Zwei-Euro-Münzen (353). Rund die Hälfte der eingezogenen Blüten lautete auf diesen Wert.
Marion van der Kraats
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