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Brandenburg: Sanfter 1. Mai: Fast alle zufrieden

Berlin - Alle sind zufrieden, das ist selten nach einem 1. Mai.

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Berlin - Alle sind zufrieden, das ist selten nach einem 1. Mai. Die Polizei, der Senator, die Parteien, der Organisator der „Revolutionären Demo“ und die Polizeigewerkschaft. Nur die Autonomen meckern, und zwar über die Härte der Polizei. Polizeipräsident Klaus Kandt und Innensenator Frank Henkel (CDU) haben sich am Freitag zufrieden über den 1. Mai geäußert. Die Polizei habe „konsequent gehandelt, wo Provokationen versucht wurden“, sagte Henkel mit Blick auf die Revolutionäre Demo am Vorabend. Nur fünf Polizisten wurden so schwer verletzt, dass sie vom Dienst abtreten mussten, einer von ihnen musste wegen eines Schwächeanfalls stationär behandelt werden. 56 weitere Beamte meldeten leichte Verletzungen.

65 Menschen wurden festgenommen, deutlich weniger als 2013 (94). Die Taten waren nicht schwerwiegend. „Der 1. Mai verändert sein Gesicht“, sagte Henkel. Kandt sagte über die Abenddemo: „Die Gewaltbereiten blieben isoliert.“ Unter den 19 000 Teilnehmern an der Demo sollen nur wenige hundert Gewaltbereite gewesen sein. Die Anmelder der 18-Uhr-Demo sprachen von einem „großen politischen Erfolg“. Mit bis zu 25 000 Teilnehmern sei die Demo größer gewesen „als jede DGB-Demo“ und überhaupt die größte Revolutionäre Demo seit Jahrzehnten. „Die Teilnehmer sind trotz der Schikanen der Polizei bis zum Ende gelangt“, sagte Mitterhauser. Dieses war an der SPD-Zentrale in Kreuzberg.

Das Ziel erleichterte der Polizei die Arbeit, da sich auf der düsteren Wilhelmstraße kein Krawall entwickeln konnte. Früher endeten die Abenddemos direkt am Kreuzberger Myfest, im Anschluss gab es Auseinandersetzungen mit der Polizei. Mit der gewünschten Politisierung der Demo werden nun andere Zielorte gewählt. Die Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin kritisierte, dass „es immer wieder heftige Polizeiangriffe auf den Demonstrationszug“ gegeben habe.

„Zufrieden und glücklich“ ist dagegen die Polizeigewerkschaft GdP. Der friedliche 1. Mai sei „in erster Linie der guten Vorbereitung und dem weiter praktizierten Prinzip der ‚ausgestreckten Hand“ zu verdanken, sagte die GdP-Landesbezirksvorsitzende Kerstin Philipp. Auch Politiker der SPD, CDU und Grünen äußerten sich zufrieden. Jörn Hasselmann

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