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Stellwerker streiken: Zugausfälle in der Prignitz befürchtet
Ein Warnstreik droht den Regionalverkehr in Prignitz und Mecklenburg-Vorpommern lahmzulegen – Pendler müssen am Donnerstag mit Ausfällen rechnen.
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Bahnkunden in der Prignitz und in Mecklenburg-Vorpommern müssen sich am Donnerstag auf einen Warnstreik einstellen: Wie die Eisenbahn- und Verkehrsgemeinschaft EVG am Dienstag mitteilte, sollen die Mitarbeiter des Infrastrukturunternehmens „Regio Infra Nordost“ am Donnerstag (15. Januar) von 7 bis 9.30 Uhr die Arbeit niederlegen.
Dabei handelt es sich beispielsweise um Personal, das die Stellwerke entlang der Regionalbahnlinien RB 73 und 74 in der Prignitz, aber auch auf der derzeit vom Regionalexpress RE6 befahrenen Umleiterstrecke zwischen Löwenberg und Neuruppin-West oder den Bahnstrecken zwischen Neustrelitz und Mirow oder Waren und Malchow besetzt. Durch den Streik seien nach Angaben der Gewerkschaft Auswirkungen auf den Regionalverkehr der DB AG, der ODEG, der Hanseatischen Eisenbahn, den Schüler- und Güterverkehr zu erwarten.
Dem Unternehmen und Geschäftsführer Ralf Böhme warf ein Sprecher am Dienstag vor, die „berechtigten Anliegen seiner Mitarbeiter nicht ernst zu nehmen“. Die Gewerkschaft fordert Gehaltserhöhungen von fünf Prozent, eine Steigerung der Ausbildungsvergütung um 150 Euro, sowie eine Anpassung von Schicht- und Bereitschaftszulagen. Böhme sagte gegenüber dieser Zeitung, man werde über die Streikankündigung intern beraten. Zu den Verhandlungen mit der Gewerkschaft wolle sich das Unternehmen ansonsten nicht öffentlich äußern.
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