Brandenburg: Torben P. : Als Freigänger in der Schule
Berlin - Der als „U-Bahnschläger“ verurteilte Gymnasiast Torben P. (19) hatte am Montag seinen ersten Schultag: Seitdem lernt er wieder in Berlin-Charlottenburg.
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Berlin - Der als „U-Bahnschläger“ verurteilte Gymnasiast Torben P. (19) hatte am Montag seinen ersten Schultag: Seitdem lernt er wieder in Berlin-Charlottenburg. Das Gymnasium in Trägerschaft des Erzbistums hatte ihn im vergangenen September in die elfte Klasse aufgenommen. Torben P., der zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden war, kann somit als Freigänger seine Schulausbildung fortsetzen. Dies bestätigte eine Sprecherin des Justizsenators Thomas Heilmann (CDU). Sie betonte, dass der 19-Jährige sich noch nicht im offenen Vollzug befindet, sondern auf der Warteliste für einen Platz steht. Bis dahin ist er Freigänger der Jugendstrafanstalt Plötzensee.
P. hatte im April 2011 auf dem U-Bahnhof Friedrichstraße einen Mann brutal geschlagen und mit Tritten gegen den Kopf schwer verletzt. Der Fall erregte bundesweit Aufsehen. Das Landgericht Berlin sprach ihn des versuchten Totschlags schuldig. Seine Haftstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten trat er vor sechs Wochen an. Bevor das Urteil rechtskräftig war, hatte Torben P. Haftverschonung erhalten. Da an seiner damaligen Schule Eltern und Lehrer gegen seine Rückkehr protestiert hatten, bot ihm das Erzbistum einen Abiturplatz an.Tanja Buntrock
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