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Der Siegerentwurf für den „Boulevard des Films“.
© Stadt Potsdam

Siegerentwurf für Boulevard des Films steht: Brandenburger Straße erhält Hollywood-Flair

50 Steinplatten, 50 Filmtitel: Der Boulevard soll im Zuge der Komplettsanierung der Potsdamer Bummelmeile entstehen.

Potsdam - Ein schwarzer Filmstreifen auf grauem Granitstein. Darin der Titel eines Films, der zur Potsdamer Filmgeschichte gehört sowie das Jahr der Veröffentlichung: So sieht der Siegerentwurf für den Boulevard des Films aus. Ausgewählt wurde das Motiv durch eine Jury aus Künstlern, Vertretern von Innenstadt und Interessenverbänden sowie Verwaltungsmitarbeitern. 

Die Stadt stellte den Siegerentwurf nun vor, auch der kommende Hauptausschuss wird darüber unterrichtet. Der Boulevard soll im Zuge der Komplettsanierung der Brandenburger Straße entstehen, die jetzt begonnen hat und sich bis 2026 erstrecken soll. 50 dieser Steinplatten mit dieser Gravur und 50 Filmtiteln, die in Verbindung mit Potsdam und den Filmstudios in Babelsberg stehen, sollen nach den erfolgten Bauarbeiten in der Bummelmeile verlegt werden.

Potsdamer Bürger reichte Siegerentwurf ein

Insgesamt 14 Vorschläge zur Gestaltung des Boulevard des Films auf der Brandenburger Straße wurden eingereicht, drei davon kamen in die Jury-Entscheidung. Der Siegerentwurf stammt von einem Potsdamer Bürger, heißt es in der Mitteilungsvorlage der Verwaltung an die Stadtverordneten. Derzeit werde mit ihm eine Nutzungsvereinbarung über seinen Entwurf geschlossen. Danach erfolgen die Reinzeichnung der 50 Filmtitel sowie die Ausschreibung der Steinbearbeitung.

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Der Boulevard des Films ist zentraler Bestandteil der Bewerbung Potsdams um den Unesco-Titel „Creative City of Film“, um den sich die Stadt beworben hatte und 2019 als erste deutsche Kommune verliehen bekam. Die 50 Filmtitel wurden im Jahr 2020 im Rahmen einer großen Umfrageaktion ermittelt. 

Dazu zählen Werke wie „Der Totentanz“, der erste je in Potsdam gedreht Film aus dem Jahr 1912, das Monumentalwerk „Metropolis“ von Fritz Lang, der erste deutsche Nachkriegsfilm „Die Mörder sind unter uns“ oder der mit mehreren Oscars ausgezeichnete Film „Der Pianist“. Der beliebteste Potsdam-Film wurde mittels einer Umfrage ermittelt: „Ich war 19“ von Konrad Wolf siegte vor „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ und „Inglourious Basterds“. 

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