Kommentar über Integration verschiedener Kulturen an den Schulen: Kein Selbstläufer
Auch in Brandenburg und Potsdam sind seit vergangenem Jahr zahlreiche Willkommensklassen für Flüchtlingskinder entstanden. Rund 5500 Flüchtlingskinder wurden im Mai an den öffentlichen Schulen des Landes unterrichtet.
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Auch in Brandenburg und Potsdam sind seit vergangenem Jahr zahlreiche Willkommensklassen für Flüchtlingskinder entstanden. Rund 5500 Flüchtlingskinder wurden im Mai an den öffentlichen Schulen des Landes unterrichtet. Ob das nun gut oder schlecht für das Bildungssystem ist, konnte bislang kaum jemand fundiert sagen. Nun prescht die Potsdamer Bildungsforschung vor: Bunte Vielfalt an Schulen sei nicht nur machbar, sondern auch unbedingt erstrebenswert. Denn die Mischung von Kulturen sei es, die die Schüler weiter voranbringe. Wer Kinder anderer Kulturen kennen lernt, erweitert demnach seinen Horizont, seine Perspektiven, gewinnt an kritischer Denkfähigkeit und werde so fit für eine globalisierte Welt der Zukunft. Doch die Inklusionspädagogen wissen auch, dass dies kein Selbstläufer ist. Dafür müssen alle ihre Hausaufgaben machen: Schulen, Lehrer und Bildungsverwaltung. Sei es doch unter anderem auch das richtige Schulklima, das Exzellenz durch Vielfalt überhaupt ermögliche. Eine Schule ohne Ängste, Vorurteile und Benachteiligungen und Verwaltungen, die darauf achten, dass die Mischung nicht einseitig kippt. Klingt nach „Wünsch Dir was!“ Doch dass ohne diese Anstrengungen etwas Gutes daraus wird, bleibt zu bezweifeln. Dafür gibt es leider zu viele negative Beispiele – in Berlin und anderswo.
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