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Landeshauptstadt: Kein Sex mit Nazis

3000 Besucher bei Rhythm Against Racism / Drei Kampagnen gegen rechtsextreme Parteien gestartet

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Innenstadt – „Kein Sex mit Nazis“ – viele derart deutliche Parolen waren am Mittwochabend beim 8. Rhythm Against Racism-Festival zu lesen. Beim Open Air auf dem Luisenplatz stellten sich drei Initiativen vor, die bei den Kommunalwahlen im September verhindern helfen wollen, dass rechtsextreme Parteien so viele Stimmen erhalten, dass sie ihre Vertreter in die Stadtparlamente schicken können. „Das darf nicht passieren“, sagte Clara Anders, eine der Initiatoren der beginnenden Potsdamer Erstwählerkampagne „Ich wähle, weil “. Dabei sollen möglichst viele jungen Potsdamer dazu gebracht werden, sich am Wahltag für eine demokratische Partei zu entscheiden – und nicht etwa für NPD oder DVU (PNN berichteten).

Ähnliche Ziele verfolgt die für das gesamte Land Brandenburg gestartete Kampagne „Keine Stimme den Nazis“, von Gewerkschaften, Jugendverbänden und der Antifa. „Wir zielen aber nicht nur auf den Wahlkampf 2008, sondern auf jegliche neonazistische Strukturen – sei es auf der Straße oder im Verein“, sagte Kampagnensprecherin Kim Sommer. Dazu seien in den „vielfältige Aktionen“ geplant. Ebenso vorgestellt wurde der Wettbewerb: „Brandenburg Art“: Dabei sollen junge Leute motiviert werden, sich intensiv mit Rechtsextremismus und Alltagsrassismus auseinanderzusetzen – sei es mit Hilfe von Fotos, Skulpturen, Bildern oder Texten. Auch hinter diesem Projekt steht ein Bündnis aus Gewerkschaften und Jugendorganisationen.

Die Bedeutung solchen Engagements betonten Gastredner wie Oberbürgermeister Jann Jakobs, der vor den „perversen Ideen“ der Rechtsextremen warnte. „Wir müssen wachsam sein“, sagte Alfred Roos, Leiter der Regionalen Arbeitsstellen für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule (RAA) – und warnte auch vor Wählerinitiativen, mit deren Hilfe Mitglieder von NPD und DVU versuchen könnten, in die Parlamente zu kommen. Bejubelt von den nach Veranstalterangaben rund 3000 Besuchern spielten bei dem ehrenamtlich organisierten Open Air zudem fünf Bands, um ihrerseits ein lautes Zeichen gegen Rechtsextreme zu setzen. H. Kramer

Im Internet:

www.ich-waehle-weil.de

www.keinestimmedennazis.de

www.brandenburg-art.com

H. Kramer

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