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Das Potsdamer Bergmann-Klinikum. 
© Ottmar Winter

Corona-Lage in Potsdam: Klinikum stemmt sich gegen Omikron

Die Personallage im Bergmann-Klinikum ist angespannt. Unterdessen kündigte Oberbürgermeister Schubert einen mobilen Impfbus an. Die Sieben-Tage-Inzidenz erreichte erneut ein Allzeithoch.

Potsdam - Im Zuge der Omikron-Welle hat das städtische Bergmann-Klinikum einzelne Kapazitäten – etwa die Plastische Chirurgie – herunterfahren müssen. Das hat Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) in seinem schriftlichen Bericht zur Corona-Lage den Stadtverordneten mitgeteilt. Sämtliche Notfall- und Krebsoperationen sowie die Behandlung von Patient:innen mit einem hohen Risiko der Verschlechterung des Krankheitsbildes würden aber ohne Einschränkung durchgeführt, so Schubert.

In dem Haus war der Krankenstand beim Personal zuletzt stark gestiegen. Hier werde nachgesteuert, etwa über Fachkräfte aus den eingeschränkten Abteilungen oder auch Leasing-Angestellte. „Geplante Urlaube müssen verschoben werden.“ Zugleich achte das Klinikum trotz der angespannten Lage „auf die Einhaltung der gesetzlichen Personaluntergrenzen“ für Stationen, „obwohl diese auf Grund der Pandemie ausgesetzt sind und das Klinikum dazu nicht verpflichtet ist“. Dies wolle man so lang wie möglich beibehalten, um das Personal im Klinikum auch unter Corona-Bedingungen „bestmöglich zu entlasten“, so Schubert.

Inzidenz steigt auf über 1800

Im Zusammenhang mit den stetigen Rekord-Inzidenzen in Potsdam sprach Schubert von einem „flächig über das gesamte Stadtgebiet verteiltem Infektionsgeschehen“. „In den letzten sieben Tagen gab es fast eine Verdoppelung der Neuinfizierten im Vergleich zur Vorwoche“, so Schubert am Mittwoch. 

Am Donnerstag erreichte die Sieben-Tage-Inzidenz nach Angaben des Robert Koch-Instituts den neuen Rekordwert von 1820,3. Am Vortag lag die Inzidenz bei 1783. 652 neue Infektionen wurden verzeichnet. Am stärksten betroffen sind Kinder und Jugendliche. Unter den 5- bis 14-Jährigen lag die Inzidenz nach Angaben des Rathauses vom Mittwoch bei etwa 5200. Demnach gelten 906 Kinder und Jugendliche aus Potsdamer Schulen und Kitas als infiziert - darunter 440 Grundschul- und 188 Kita-Kinder. 

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Die Zahl der Covid-Patienten in Potsdams Krankenhäusern steigt ebenso weiter: Das Rathaus vermeldete am Mittwoch 54 Menschen mit Covid-19 in den Krankenhäusern. Das sind fünf mehr als am Dienstag und mehr als doppelt so viele wie vor einer Woche mit damals noch 26 Patienten. Fünf Patienten liegen auf der Intensivstation – das wiederum ist ein Rückgang im Vergleich zur Vorwoche mit acht Intensivpatienten.

Schubert kündigt mobilen Impfbus an

Ferner berichtete Schubert von kleineren Omikron-Ausbrüchen in zwei Senioren-Einrichtungen. Die Impfquote unter den Bewohnern und auch dem Personal sei dort aber hoch: „Somit ist die Lage in den Einrichtungen unter Kontrolle“. Die meisten Infektionen registriere man im Schul- und Kitabereich.

Zugleich kündigte Schubert an, dass aktuell ein Bus der Verkehrsbetriebe (ViP) zu einem Impfbus umgerüstet werde. So wolle man auf die aktuell nachlassende Nachfrage, auch nach Booster-Impfungen, reagieren, hieß es – um weiter niedrigschwellige und mobile Impfangebote machen zu können.

An der Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch konnte Schubert nicht teilnehmen. Der SPD-Politiker wurde kurz vorher bei einem PCR-Test positiv auf Corona getestet. Er hat sich nach Angaben des Rathauses in häusliche Quarantäne begeben. Der Oberbürgermeister sei doppelt geimpft und geboostert, hieß es. Er habe sich nach einem Corona-Fall im persönlichen Umfeld zuletzt regelmäßig qualifizierten Tests unterzogen. Vor Ort wurde er von Bürgermeister Burkhard Exner (SPD) vertreten. Schubert verfolgte die Sitzung im Live-Stream.

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