
© Andreas Klaer PNN/Andreas Klaer
Zu viele Kormorane in Potsdam?: Landesanglerverband spricht von „Invasion“ und fordert „Management“
Der Verband sieht in der eisbedingt zur Freundschaftsinsel gezogenen Kormoran-Kolonie eine Bedrohung. Er fordert genaue Daten mit einer „Abgrenzung der Zugkormorane aus anderen Staaten“.
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Der Landesanglerverband Brandenburg hat ein Problem mit der Konkurrenz. Konkret geht es um Kormorane, die sich derzeit in großer Zahl an den wenigen Stellen der Gewässer sammeln, die nicht zugefroren sind. In Potsdam könnten es Hunderte sein, die sich rund um Alte und Neue Fahrt aufhalten und nach Futter suchen.
Auf das selbe Futter haben es allerdings auch die Angler abgesehen. „Die Alte Fahrt in Potsdam ist seit Jahren ein beliebter Winterangelspot“, erklärt der Anglerverband in einer am Montag veröffentlichen Stellungnahme. „Sie ist leicht zu erreichen und beherbergt im Spätherbst und Winter einen geschätzten Bestand an Plötzen, Barschen und anderen begehrten Speisefischen.“
Nun sei es allerdings zu einer „Kormoraninvasion“ gekommen. Der Verband befürchtet das Schlimmste: „Diese dauerhafte nachwirkende Schädigung unseres heimischen Fischbestandes ist in dieser Größenordnung nicht durch die Natur zu kompensieren.“
Nun soll sich die Politik kümmern. „Wir fordern daher unter dem Aspekt der zu erwartenden Koalitionsverhandlungen ein Kormoranmanagement“, hieß es weiter. Außerdem fordert der Verband eine „intensive und detaillierte Datenerfassung aller sich im Land Brandenburg befindlichen Kormorane mit Abgrenzung der Zugkormorane aus anderen Staaten“.
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