
© Potsdamer Hütte/Sven Bissert/Sven Bissert
Nach Problemen mit Wetter und Wasser: Potsdamer Hütte in Tirol startet in die Wintersaison
Erst war es zu mild, dann alles vereist: Aber am 15. Januar startet die Potsdamer Hütte endlich in die Wintersaison. Die Betreiber setzen eine Spendenaktion für Obdachlose fort.
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Erst war es im Dezember zu mild bei zu wenig Schnee. Dann folgten auf Tauwetter zum Jahreswechsel Eis und Glätte, sodass der Zustiegsweg zur Potsdamer Hütte im Tiroler Fotscherteil streckenweise gesperrt werden musste. Neben den schwierigen Wetterbedingungen sorgten eingefrorene Wasserleitungen wegen einer defekten Begleitheizung für zusätzliche Probleme.
Doch am Donnerstag, 15. Januar, könne die Unterkunft auf 2020 Metern Höhe in die Wintersaison starten, wie die Hüttenpächter Ira Kreutzer und Sven Bissert mitteilten. Die Zwischensaison habe man dazu genutzt, um das Angebot neu auszurichten. Der Fokus liege nun stärker auf regionalen und nachhaltigen Produkten aus Österreich.
Spendenaktion für Obdachlose
Auch das soziale Engagement wollen die beiden Pächter in diesem Jahr fortsetzen: Für jedes konsumierte Heißgetränk fließen 20 Cent an den Obdachlosenverein Innsbruck sowie die Teestube. Dort finden wohnungslose Menschen Wärme, sanitäre Angebote und medizinische Hilfe. „So ein Angebot unterstützen wir gerne“, sagen die Pächter.
Das Online-Buchungssystem für den Sommer 2026 werde ebenfalls am Donnerstag freigeschaltet. Für den laufenden Winter gelte: „Unter der Woche sind noch Schlafplätze frei, die Wochenenden sind nahezu ausgebucht.“ Die Hütte bietet 38 Schlafplätze.
Die Potsdamer Hütte wurde 1932 eingeweiht – seinerzeit ein Projekt der Potsdamer Sektion des Alpenvereins. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde sie, wie alle deutschen Alpenvereinshütten in Österreich, beschlagnahmt. Heute gehört sie der Sektion Dinkelsbühl des Deutschen Alpenvereins.
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