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Live-Übertragung der Stadtverordnetenversammlung: Noch kein Quotenhit
Nur wenige wollen Stadtpolitiker live tagen sehen
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Potsdam - Ein Publikumsrenner sind sie noch nicht: Die monatliche Live-Übertragung der oftmals durchaus turbulenten Stadtverordnetenversammlung wird während der Sitzung nur von ein paar Dutzend Potsdamern verfolgt. Auf PNN-Anfrage sagte Stadtsprecher Markus Klier, die Zugriffszahlen während der Sitzungen lägen im mittleren zweistelligen Bereich. Allerdings: „Firmennetzwerke und auch die Stadtverwaltung werden jeweils als ein Nutzer erkannt – es werden also wahrscheinlich deutlich mehr Nutzer sein.“ Insgesamt hätten zum Beispiel im vergangenen Mai mehr als 650 Internet-User das Angebot genutzt, zu dem auch die Aufzeichnungen früherer Sitzungen gehören.
Nach langer Vorbereitungszeit werden seit Anfang 2014 die mehrstündigen Sitzungen der Potsdamer Kommunalpolitiker im Plenarsaal des Stadthauses live übertragen. Dabei filmt eine Kamera vom hinteren Teil des Plenarsaals aus die Sitzung, per Live-Stream wird das Geschehen ins Internet übertragen. Klier: „Das System ist getestet für mindestens 200 gleichzeitige Nutzer und stößt in absehbarer Zeit nicht an seine Grenzen.“ Die Aufzeichnung wird später im Internet unter www.potsdam.de angeboten – aufgeteilt in mehrere Sequenzen.
Das System wird vom Hasso-Plattner-Institut (HPI) betreut – dazu gehören etwa der Auf- und Abbau der Technik sowie das nötige Personal. Für den Gesamtaufwand berechnet das HPI laut Klier pro Sitzung jeweils eine Pauschale, die für reguläre und Fortsetzungs-Sitzungen in der Höhe entsprechend gestaffelt ist. Insgesamt stehe ein Jahresbudget von circa 40 000 Euro zur Verfügung.
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