Spielmarkt auf Hermannswerder: Spielerisch an seine Grenzen kommen
Theaterpädagogik mit Geflüchteten, Tischfußball, Zirkus aus aller Welt oder Kinderspiele aus Lateinamerika – der 26. Internationale Spielmarkt in Potsdam bietet am kommenden Freitag und Samstag wieder zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten für Jung und Alt.
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Theaterpädagogik mit Geflüchteten, Tischfußball, Zirkus aus aller Welt oder Kinderspiele aus Lateinamerika – der 26. Internationale Spielmarkt in Potsdam bietet am kommenden Freitag und Samstag wieder zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten für Jung und Alt. Rund um die Kirche von Hermannswerder werden zahlreiche Aussteller verschiedenste Spiele aus aller Welt präsentieren. Die Veranstaltung, an der jedes Jahr über 3000 Potsdamer sowie internationale Besucher aus rund sieben Ländern teilnehmen, wird von der Evangelischen Jugend in Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie der Stephanus-Stiftung Berlin und der Hoffbauer-Stiftung Potsdam organisiert.
Willkommen ist dabei jeder. Der Spielmarkt bietet sowohl für pädagogische Fachkräfte, Lehrer und Auszubildende als auch für Kinder, Eltern und Jugendliche ein reichhaltiges Programm aus über 100 Workshops, Fachvorträgen und Aktionen. Tatsächlich richtet sich die Spielmesse aber vorrangig ans Fachpublikum.
Die Veranstaltung kann in Berlin und Brandenburg auch als Weiterbildungsmaßnahme anerkannt werden. Das Thema, auf das die Workshops in praktischer und spielerischer Art und Weise eingehen, lautet in diesem Jahr „spiel mit Grenzen“. Der Spielmarkt stellt Methoden vor, wie man sich mit dem Begriff „Grenzen“ auseinandersetzen kann. Ziel ist es dabei, spielerisch zu lernen, Regeln zu erforschen – und eben auch mal zu brechen. Das Spiel mit den Grenzen soll die eigenen Fähigkeiten begreifbar machen und die eigenen Leistungsgrenzen erweitern.
Unter den Ausstellern sind auch Vertreter aus der näheren Umgebung: Darunter der Potsdamer Spieleladen Galadriel, das Kistentheater aus Berlin-Friedrichshain oder Stefan Schwarzschulz mit seinem Spiel „Das schwarze Loch“. Letzteres bringt einen auf ganz besondere Art an seine Grenzen: Hier gewinnt nämlich derjenige, der als Letzter ins Ziel kommt. Gespielt wird mit einem bedruckten Baumwoll-„Spielbrett“, einem Würfel sowie mehreren Steinen oder Glashalbperlen. Wie bei anderen Brettspielen bewegen sich die Spieler mit ihren Spielsteinchen in einer Spirale vorwärts, jedoch gelten umgedrehte Regeln. Wer eine Eins würfelt, ist noch einmal dran, wer eine Sechs hat, muss aussetzen. Rausgeschmissen werden darf allerdings auch. Gewinner ist, wer am weitesten entfernt vom Schwarzen Loch ist, wenn der Erste darin landet. Das Spiel soll Geduld fördern und zur Entschleunigung des hektischen Alltags beitragen. Auf der Spielmesse kann es sowohl ausprobiert als auch erworben werden.
Die Veranstaltungen finden jeweils von 10 bis 18 Uhr auf dem Gelände der Hoffbauer-Stiftung, Hermannswerder 7, statt. Der Eintritt beträgt pro Tag 12, ermäßigt 7 und für beide Tage 20, ermäßigt 10 Euro.
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