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Die Straße Am Pfingstberg sorgt für Unsicherheit bei Radlern und Fußgängern. 
© Ottmar Winter

Parkplätze werden reduziert: Stadt plant Verkehrsberuhigung am Pfingstberg

Die Arbeiten an der Straße Am Pfingstberg sollen bereits in diesem Jahr beginnen. Eine Umwidmung zu einer Fahrradstraße wurde abgelehnt.

Von Kay Grimmer

Potsdam - Stadt und Anrainer der Straße Am Pfingstberg sind uneins über den künftigen Status der Straße. Soll die Straße künftig zu einer verkehrsberuhigten Zone werden oder gar zu einer Straße, auf der der Radverkehr Vorrang vor motorisierten Verkehrsteilnehmern hat? 

Ein Teil der Anwohnerschaft in der Nauener Vorstadt befürworte sogar die Sperrung der Straße für den Durchgangsverkehr, besagt eine Anfrage des CDU-Stadtverordneten Wieland Niekisch. Hintergrund für die Verkehrsberuhigung sei die „gefährliche Situation der Straße, hieß es laut Niekisch auf einer Bürgerversammlung Ende Mai zur Zukunft der Straße Am Pfingstberg. Die Straße ist eine der Hauptstraßen zum Belvedere sowie auch die Zufahrt zum beliebten Restaurant am Pfingstberg. Auch eine Umfahrung der vielbefahrenen Nedlitzer Straße und Alleestraße ist über die Straße möglich.

Unfallgeschehen auf der Straße unauffällig

Laut Stadt sei allerdings das Unfallgeschehen auf der Straße unauffällig, hieß es in der Antwort auf die Niekischs Anfrage. Zudem würde ein „relevanter Stauausweichverkehr“ – also Fahrzeuge, die über die Straße am Pfingstberg die Nedlitzer Straße umfahren wollen – laut Verwaltung fehlen. Daher die städtische Einschätzung: Es seien „keine verkehrsregulierenden Maßnahmen notwendig“.

Allerdings räumt die Verwaltung auch ein, dass das subjektive Sicherheitsgefühl auf der Straße insbesondere für Radfahrer und Fußgänger nicht überall gegeben sei. Radler und Fußgänger müssen sich die Straße mit dem Autoverkehr teilen, es gibt teils keine separaten Fuß- und Radwege. 

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Selbst zwei sich begegnende Fahrzeuge passen stellenweise nicht aneinander vorbei, außerdem sei die Sicht teils eingeschränkt. Das, so die Verwaltung, führe zwar zu reduzierten Geschwindigkeiten beim motorisierten Verkehr. „Nichtsdestotrotz vermindert es das subjektive Sicherheitsgefühl und somit die Attraktivität des Fuß- und Radverkehrs an dieser Stelle“, gab die Stadt zu.

Daher seien laut Stadt verkehrsberuhigende Maßnahmen geplant. Die ersten Bauarbeiten dafür sollen noch in diesem Jahr beginnen. Zudem ist ein für die Ausweisung als verkehrsberuhigter Bereich ein Stadtverordnetenbeschluss notwendig, der derzeit vorbereitet wird.

Parkmöglichkeiten sollen reduziert werden

Zu den Arbeiten an der Straße gehört der Rückschnitt von Bäumen und Sträuchern, damit wieder die gesamte Fahrbahn genutzt werden kann. Außerdem sollen Parkmöglichkeiten auf der Straße weitestgehend reduziert werden, allein auf dem befestigten Parkstreifen soll dann das Parken noch möglich bleiben. Geplant seien auch verkehrsberuhigende Elemente wie Barken oder Pflanzenkübel. 

An einigen Stellen soll die Fahrbahn bewusst eingeengt werden. Schwellen und sogenannte Aufpflasterungen sollen die Geschwindigkeit weiter reduzieren, so die Verwaltung. So soll die Attraktivität für den Fuß- und Radverkehr verbessert werden, ist die Ansicht der Stadt. Eine Umwidmung zu einer Straße, in der der Radverkehr bevorzugt wird wie in der Stahnsdorfer Straße in Babelsberg benötige eine Entwidmung als Straße für den KfZ-Verkehr. Dafür bräuchte es Gründe, die laut Stadt nicht gegeben seien. Schließlich würde die Entwidmung auch  zu Einschränkungen für die Erreichbarkeit der Gastronomie vor Ort führen. 

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