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Sport: „Viel mehr Feuer im Spiel“

Unions Stürmer Karim Benyamina kandidiert mit „Tor des Monats“ in der ARD

Stand:

In der vergangenen Saison war Karim Benyamina mit 18 Saisontoren Babelsbergs treffsicherster Oberliga-Kicker. Dann wechselte der Stürmer zum Liga-Rivalen 1. FC Union Berlin, für den er bislang elf Tore erzielte – sein sensationeller Drehschuss am vergangenen Sonnabend zum 3:2 beim BFC Preußen steht in der engeren Wahl zum „Tor des Monats“ der ARD; zu sehen am Sonnabend im Rahmen der ARD-Sportschau. Tags darauf, am Sonntag, ist Benyamina mit dem 1. FC Union beim Heimspiel gegen seinen Ex-Verein SVB 03 im RBB zu sehen.

Schildern Sie doch bitte nochmal selbst ihr telegenes Tor in der Nachspielzeit beim BFC Preußen.

Sebastian Bönig schlug einen Freistoß lang nach vorn in den Strafraum, Steven Ruprecht köpfte weiter zu mir und ich nahm den Ball mit der Brust an, wobei der Gegenspieler hinter mir stand. Dann schoss ich, ohne das Tor zu sehen, aus der Drehung, und der Ball ging oben in den rechten Winkel. Das war natürlich ein höchst glückliches Tor.

Nun kommt Babelsberg an die Alte Försterei. Auf das Wiedersehen mit welchen SVB- Fußballern freuen Sie sich am meisten?

Eigentlich auf alle, weil ich eine schöne Zeit in Babelsberg hatte und mich mit allen Spielern gut verstanden habe.

Am Sonntag stehen sich zwei Verlierer des Mittwochs gegenüber. Ist das ein gutes Vorzeichen für das Spitzenspiel?

Das nicht, aber ich erwarte trotzdem ein spannendes Spiel, das beide Mannschaften gewinnen wollen.

Ihr 1. FC Union verlor am Mittwoch überraschend 0:1 bei Schlusslicht Anker Wismar, statt den Aufstiegs-Sack schon so gut wie zuzubinden. Warum ist das nicht gelungen?

Ich weiß auch nicht genau, warum. Wir haben einfach vorn zu wenig gemacht, haben zu wenig geackert, bekamen ein Gegentor rein und sind diesem Rückstand letztlich umsonst nachgerannt. Wir hätten wohl noch zwei Stunden spielen können ohne zu treffen.

Warum glauben Sie, dass es Union am Sonntag gegen Babelsberg besser macht?

Weil wir dann wissen, worauf es in diesem direkten Vergleich ankommt. Gegen schwache Mannschaften lässt man sich gern auch mal einlullen, aber gegen Babelsberg wissen wir alle, was Sache ist und dass wir nun praktisch alles klar machen können. Da wird viel mehr Feuer im Spiel sein.

Wurmt die 2:3-Hinspiel-Niederlage in Babelsberg noch?

Und ob. Mich persönlich ganz besonders, weil man gegen seinen ehemaligen Verein immer gewinnen will und wir in Babelsberg ganz unglücklich verloren. Das wollen wir nun wieder wett machen. Und wir wollen jetzt endlich die Gewissheit haben, dass wir aufsteigen.

Mit einem Sieg gegen Nulldrei könnte Ihr Klub seinen Vorsprung vier Spiele vor Saisonende auf zwölf Punkte ausbauen. Dazu kommt das wesentlich bessere Torverhältnis. Ist am Sonntag in der Wuhlheide schon eine große Party geplant?

Nein, denn wir haben noch ein weiteres Ziel: Wir wollen am Saisonende ganz oben stehen und als Tabellenerster aufsteigen. Dafür ist noch einiges zu tun.

Wie sind Sie nach Ihrem Wechsel vom SVB mit Ihrer ersten Saison in der Wuhlheide zufrieden?

Es war für mich persönlich keine sehr gute Saison, weil es am Anfang nicht wie gewünscht lief. Zuletzt klappte es besser.

Sind Sie für Sonntag fit?

Ja. Die vielen Spiele schlauchen schon, die jetzige Zeit ist ganz schön anstrengend. Aber ich habe alles ganz gut verkraftet, bereite mich jetzt auf das Spiel gegen Babelsberg vor und hoffe, dass wir gewinnen. Sollte ich mit einem Tor dazu beitragen , wäre es um so schöner.

Das Interview führte Michael Meyer

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