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Das Open-Air-Kino am Waschhaus war 2021 Teil des Potsdamer Kultursommers.
© Manfred Thomas

Kino, Bühnen, Kunst im ganzen Stadtgebiet: Der Potsdamer Kultursommer soll bleiben

Mit knapp 500.000 Euro hat die Stadt Potsdam 2021 den "Potsdamer Kultursommer" gestemmt - finanziert aus Bundesmitteln. Auch wenn die künftig wegfallen: Das Format soll erhalten bleiben.

Potsdam - Der "Potsdamer Kultursommer", dessen Premiere 2021 zu erleben war, soll auch in den kommenden Jahren stattfinden. Dies hat der Kulturausschuss am gestrigen Donnerstag (16.12.) einstimmig befürwortet. Der Kultursommer war eine im Jahr 2021 mit Bundesmitteln realisierte Initiative der Stadt Potsdam, um Kultur trotz Pandemiebedingungen erlebbar zu machen. Vor allem Open-Air-Projekte wurden unterstützt.

Die Erfahrungen, die beim Potsdamer Kultursommer 2021 gemacht wurden, sollten nun gemeinsam mit den Kulturschaffenden ausgewertet und in einem Konzept gebündelt werden, um den Kultursommer "dauerhaft zu verstetigen", so der Antrag der Linken. Die finanziellen Auswirkungen sollten in dem Haushalt 2022, der im Januar beschlossen werden soll, sowie in den folgenden Haushalten berücksichtigt werden.

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Das Besondere: der dezentrale Charakter

Der "Kultursommer" war in großen Teilen auch ein Kulturherbst. Über mehrere Monate waren von Ende Mai bis in den November Projekte im ganzen Stadtgebiet realisiert worden. Auch die Tanztage, die erst Ende Dezember ihren Abschluss finden, wurden mit Mitteln, die für den "Kultursommers" ermöglicht. Teils wurden etablierte Formate wie das pandemiebedingt verschobene Festival Unidram, die Schirrhofnächte oder das Radar-Festival unterstützt, teilweise neue Formate wie der Kultursommer im Schlaatz ins Leben gerufen. Besonders der dezentrale Charakter der Kulturprojekte hatte ein positives Echo hervorgerufen, auch bei Mitgliedern des Kulturausschusses.

Die Kulturstiftung des Bundes hatte für den Potsdamer Kultursommer Fördermittel in Höhe von 399.800 Euro ausgereicht, die Landeshauptstadt noch einmal 100.000 Euro zugeschossen. Da die Bundesmittel im kommenden Jahr wegfallen, wird Potsdam die Kosten für die Initiative allein aufbringen müssen. Kulturbeigeordnete Noosha Aubel und Kämmerer Burkhard Exner zeigten sich im Kulturausschuss jedoch optimistisch, das Projekt dennoch stemmen zu können. 

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