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In der Blütenstadt wird der Posten an der Verwaltungsspitze neu vergeben.
© Andreas Klaer,PNN,Tsp

Wahl in Werder: Wer wird die Blütenstadt künftig regieren?

Sonntag ist der Entscheidungstag: 22.543 Wahlberechtigte sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Fünf Kandidierende - drei Frauen und zwei Männer - treten an. 

Werder (Havel) - Am Sonntag könnte das höchste Amt in Werder (Havel) neu vergeben werden. Die Blütenstadt wählt einen Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin. Fünf Kandidierende bewerben sich, 22 543 Wahlberechtigte sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Ein Überblick. 

Die Kandidierenden

Das Bürgermeisteramt wird alle acht Jahre neu vergeben. Erneut zur Wahl stellt sich die amtierende Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU). Die 56-jährige Juristin stammt gebürtig aus dem nordöstlichen Wolgast. Für die Linke tritt der 51-jährige Polizist Timo Ritter an, der aus der Oberlausitz kommt. Der 49-jährige AfD-Kandidat Marlon Deter ist Bankkaufmann und wurde in Potsdam geboren. Anika Lorentz (parteiunabhängig), 39, ist auch gebürtige Potsdamerin und Studienrätin an einem Gymnasium. Sie wird von den Grünen und dem Verein StadtMitGestalter unterstützt. Die 42-jährige SPD-Kandidatin Anja Spiegel stammt aus Bonn und leitet den Bereich Finanzen der Bundesagentur für Arbeit Berlin-Brandenburg. 

Im Wahllokal

Werder ist in 27 allgemeine Wahlbezirke eingeteilt. 17 der 27 Wahllokale sind nicht barrierefrei – darunter das Gemeindezentrum Derwitz im Maulbeerweg, das Gemeindezentrum Plötzin im Friedhofswinkel sowie das Horthaus Stadtstrolche in der Straße Hoher Weg 156. Gewählt wird von 8 bis 18 Uhr. Die Stadt bittet darum, genug Zeit für die Stimmabgabe im Wahllokal einzuplanen. Durch Hygienebestimmungen könne es zu Wartezeiten kommen. 

Hygieneregeln

Wegen der Pandemie wird in allen Gebäuden, in denen Wahlräume untergebracht sind, das Tragen einer medizinischen Maske empfohlen. Zur Identitätskontrolle gegenüber einem Wahlhelfenden muss diese im Bereich einer Hygieneschutzwand kurz abgesetzt werden. Auf Verlangen des Wahlvorstandes müssen sich Wählerinnen und Wähler auch ausweisen. In allen Wahllokalen steht Handdesinfektionsmittel zur Verfügung. Oberflächen werden laut Stadt regelmäßig gereinigt. Es wird darum gebeten, eigene, nicht radierfähige Kugelschreiber mit blauer oder schwarzer Schreibfarbe für die Stimmabgabe zu verwenden. Jeder Wähler erhält beim Betreten des Wahllokals einen Stimmzettel. Jeder und hat eine Stimme. Wird mehr als eine Stimme abgegeben, ist der Zettel ungültig.
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Nach der Wahl

Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten hat, sofern diese Mehrheit mindestens 15 Prozent der wahlberechtigten Personen umfasst. Erhält kein Bewerber diese Mehrheit, findet am 26. Juni eine Stichwahl unter den beiden Bewerbern statt, die bei der Wahl die höchsten Stimmenzahlen erhalten haben. Bei der vergangenen Wahl im Jahr 2014 gaben etwas mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. 

Die vergangene Wahl

Bei der vergangenen Wahl 2014 wurde Bürgermeisterin Saß im ersten Anlauf mit fast zwei Drittel der Stimmen (64,9 Prozent) gewählt. Sie löste ihren Vorgänger und Langzeit-Bürgermeister Werner Große ab. Große, der seit 1990 den Chefposten inne hatte, trat 2014 nicht wieder zur Wahl an. 

Damit regiert die CDU inzwischen seit mehr als drei Jahrzehnten in Werder. 17 Prozent erhielt bei der Wahl 2014 Peter Hinze von den Linken. Ihm folgte mit 9,6 Prozent Joachim Hilburg von den Grünen. Stefen Königer von der AfD erhielt 8,4 Prozent. Saß wurde damals von der SPD unterstützt. 

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