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1. FC Union : Warum Carlos Mané der Unterschiedspieler sein kann

Beim 2:2 im Testspiel gegen den FC Basel deutet Unions Neuzugang Carlos Mané sein Können an. Trainer Urs Fischer lobt dessen Tempo.

Neuer Fixpunkt. Carlos Mané hat mit dem 1. FC Union große Ziele.
Neuer Fixpunkt. Carlos Mané hat mit dem 1. FC Union große Ziele.Foto: imago/Matthias Koch

In der 81. Minute ging ein Raunen durch das mit 2406 Zuschauern spärlich gefüllte Stadion An der Alten Försterei. Carlos Mané nahm den Ball auf Höhe der Mittellinie an, machte eine Körpertäuschung und spielte mit der Hacke einen sehenswerten Pass auf Berkan Taz. Das Kabinettstückchen deutete an, worauf sie sich beim 1. FC Union demnächst freuen können.

Der 24 Jahre alte Neuzugang überrascht den Gegner auch mal mit Dingen, die man in der Zweiten Liga nicht so oft sieht. „Es ist fantastisch, dass es uns gelungen ist, ihn zu holen“, sagte Trainer Urs Fischer. „Er ist ein Spieler, der mit seiner Geschwindigkeit den Unterschied ausmachen kann.“ Auch Unions Kapitän Christopher Trimmel freute sich, dass der Verein auf die Abgänge von Simon Hedlund und Kenny Prince Redondo reagiert hat: „Das ist ein super Zeichen für uns.“

Hinter Mané liegen nervenaufreibende Tage

Beim 1. FC Union gaben sie sich nach dem 2:2 (2:2) gegen den FC Basel im letzten Test vor dem Topspiel gegen den 1. FC Köln am Donnerstag dennoch alle Mühe, die Erwartungen an Mané nicht unnötig in die Höhe zu treiben. Erst am Freitag war der Transfer perfekt gemacht worden. Union leiht Mané bis zum Saisonende von Sporting Lissabon aus, anschließend haben die Berliner eine Kaufoption. Für die Zweite Liga ist der Portugiese ein überdurchschnittlicher Fußballspieler, das hat er schon in der Aufstiegssaison beim VfB Stuttgart gezeigt. „Ich hatte die beste Zeit meiner Karriere in Deutschland“, sagte Mané. „Ich bin sehr glücklich, hier zu sein.“

Eine gewisse Eingewöhnungsphase wird Mané trotz seiner Qualitäten aber brauchen. „Es war sein Wunsch, dass er schon 30 Minuten spielt, um die Mannschaft besser kennenzulernen“, sagte Fischer. Die vergangenen Tage seien für Mané nervenaufreibend gewesen. „Wir müssen ihn erst mal ankommen lassen.“ Nach seiner Einwechslung in der 61. Minute wirkte Mané natürlich noch nicht gänzlich integriert ins Spiel. Nachdem Fischer einmal komplett durchgewechselt hatte, galt das aber nicht nur für den Neuzugang. Spielfluss war im zweiten Durchgang kaum noch zu erkennen.

So beschränkt sich die Aussagekraft der Generalprobe gegen Fischers ehemaligen Verein auf die erste Halbzeit. Da setzte der Trainer der Berliner so weit wie möglich auf seine Stammformation. Für den gesetzten Torwart Rafal Gikiewicz, der aus familiären Gründen fehlte, spielte Jakob Busk. Im Abwehrzentrum bekam Florian Hübner eine Pause, ihn sollte Nicolai Rapp ersetzen. Der Neuzugang hatte jedoch Probleme beim Warmmachen. So verteidigte Fabian Schönheim neben Marvin Friedrich.

Nach dem frühen Gegentor durch Aldo Kalulu, bei dem Unions Abwehr nicht gut aussah, steigerten sich die Berliner. Eine starke Einzelleistung von Suleiman Abdullahi leitete den Ausgleich durch Sebastian Polter ein. Der Mittelstürmer bereitete dann auch das 2:1 durch Grischa Prömel vor. Kurz vor der Halbzeit gelang den Gästen durch Ricky van Wolfswinkel der Ausgleich. „Die Gegentore waren zu einfach“, sagte Fischer, der ansonsten aber zufrieden mit dem Test war – und das nicht nur aus sportlichen Gründen. „Ich habe zwei fantastische Jahre in Basel verbracht. Es hat Spaß gemacht, die alten Kollegen mal wieder zu sehen.“

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