Alba Berlin : Aus der Eistonne zum Saisonstart

Joshiko Saibou ist nach seiner Fußverletzung gerade rechtzeitig wieder fit und startet am Samstag mit Alba gegen Jena in die neue Saison.

Joshiko Saibou (links) spielte schon in den Play-offs mir Fußproblemen.
Joshiko Saibou (links) spielte schon in den Play-offs mir Fußproblemen.Foto: Andreas Gebert/dpa

Joshiko Saibou war noch lange nicht fertig. Nach dem Ende des Mannschaftstrainings feilte der deutsche Basketball-Nationalspieler in Diensten von Alba Berlin am Donnerstag erst an seinem Wurf, dann an seiner Ballsicherheit und schließlich ging er noch in den Kraftraum. Beim Auftaktspiel der neuen Saison gegen Jena am Samstag in der Arena am Ostbahnhof (18 Uhr, Telekomsport) will er auf jeden Fall dabei sein, nachdem er während großer Teile der Vorbereitung aufgrund einer Fußverletzung nicht mit dem Team trainieren konnte. „Das Problem hatte ich schon in den Play-offs“, sagt Saibou. „Ich spüre noch ein leichtes Drücken, bei einem Ödem ist das aber normal und ich merke, wie ich wieder in den Rhythmus komme.“

Bei den letzten Testspielen in Spanien, die Alba beide verlor, spielte der 28 Jahre alte Guard schon wieder mit. Jeweils nur knapp zehn Minuten, aber immerhin ohne Probleme. Ein paar Spuren hat der Kurztrip nach Spanien trotzdem hinterlassen. „Ich bin gerade dabei, meinen Körper so gut wie möglich zu erholen“, sagt Saibou. Die Niederlagen waren nämlich nicht Albas einziges Problem. Auf dem Flug nach Barcelona hatte das Team schon große Verspätung und die Rückkehr nach Berlin lief keinesfalls besser. „Wir mussten 95 Minuten auf unsere Koffer warten“, erzählt Trainer Aito Garcia Reneses. Warum sollte es den Basketballern auch besser gehen als Tausenden anderen Reisenden in Berlin? Neben dem Training legt Saibou deshalb großen Wert auf die Regeneration. „Wir haben ein neues Eisbecken“, sagt Saibou. „Und ich versuche momentan alles zu beeinflussen, was ich beeinflussen kann.“

Nicht nur Saibou hatte Probleme in der Vorbereitung

Mit seiner schwierigen Vorbereitung ist Saibou bei Alba jedoch keine Ausnahme. Center Dennis Clifford fehlt mit einer Knieverletzung noch auf unbestimmte Zeit, sodass die Berliner mit Clint Chapman sogar einen Ersatz verpflichtet haben. Der ist nach wenigen Trainingseinheiten und ein paar Testspielminuten aber natürlich nicht voll integriert. „Clint muss noch lernen, was wir von ihm brauchen“, sagt Reneses. Auch Tim Schneider, dem eine ähnliche Verletzung wie die von Saibou monatelang Probleme bereitet hat, fehlen einige Trainingseinheiten. „Joshiko und Tim sind natürlich noch nicht in guter Form“, sagt Reneses. „Als Team fehlt uns noch die Stabilität.“

Umso wichtiger wäre für Alba ein Auftaktsieg, um die nötige Sicherheit zu gewinnen und ohne Unruhe weiter an der Form zu arbeiten. „Das wird ein guter Realitycheck zum Anfang, denn wir haben kaum zusammen trainiert“, sagt Saibou zum Duell zwischen dem jüngsten und dem ältesten Team der BBL. Gegen die erfahrenen Thüringer um die ehemaligen Berliner Julius Jenkins, Immanuel McEllroy und Derrick Allen wird Alba auf Tempo und Intensität setzen. „Wir müssen die Dinge machen, die wir immer machen“, sagt Saibou.

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