Alba Berlin trifft auf Oldenburg : „Mit dem Pokal hat das nichts zu tun“

In zwei Wochen stehen sich Alba Berlin und Oldenburg im Basketball-Pokalfinale gegenüber. Das Liga-Duell am Sonntag soll keine Generalprobe werden.

Lennard Renz
Alte Bekannte: Albas Landry Nnoko (vorne) und Oldenburgs Rasid Mahalbasic standen sich schon öfter gegenüber.
Alte Bekannte: Albas Landry Nnoko (vorne) und Oldenburgs Rasid Mahalbasic standen sich schon öfter gegenüber.Foto: Andreas Gora/dpa

Man kann es ja mal probieren. „Ich werde Point Guard spielen“, schmunzelt Johannes Thiemann am Donnerstagabend nach der Euroleague-Niederlage gegen Fenerbahce Istanbul, als er auf das nächste Bundesligaspiel gegen Oldenburg angesprochen wird. Dass der 2,06 Meter große Center von Alba Berlin am Sonntag (18 Uhr/Magentasport) tatsächlich als Spielmacher auflaufen wird, glaubt ihm aber natürlich niemand.

Mit verdeckten Karten wollen die Berliner dann nämlich eigentlich nicht spielen. Obwohl sie in Oldenburg auf das Team treffen, das ihnen schon zwei Wochen später wieder im Pokalfinale gegenüberstehen wird. „Wir versuchen, unser Spiel zu spielen, zu gewinnen und uns Selbstvertrauen zu holen fürs Finale“, sagt Thiemann dann auch wieder etwas ernsthafter.

Alba Berlins letzte Ergebnisse in BBL, Pokal und Euroleague

  • Euroleague, 19. Spieltag: Olympiakos Piräus – Alba Berlin 86:93
  • Euroleague, 20. Spieltag: Roter Stern Belgrad – Alba Berlin 85:94 n.V.
  • Euroleague, 21. Spieltag: Zalgiris Kaunas – Alba Berlin 104:80
  • BBL, 17. Spieltag: Alba Berlin – Crailsheim 98:82
  • Euroleague, 22. Spieltag: Alba Berlin – Fenerbahce Istanbul 70:74

„Wir wissen genau, was Sonntag wieder ansteht“, betont auch Albas Manager Marco Baldi. Anders als beim Hinrundenspiel Ende November, das Alba in der Arena am Ostbahnhof trotz einiger Verletzter mit 90:77 gewann, werden bei der Partie am Sonntag aller Voraussicht nach nur der am Rücken operierte Tim Schneider sowie der Langzeit-Verletzte Stefan Peno fehlen.

Johannes Thiemann war einer von denjenigen, die beim letzten Aufeinandertreffen nicht dabei sein konnten, genau wie Tyler Cavanaugh. Da beide großen Spieler nun wieder zurück sind und – entgegen Thiemanns scherzhafter Ankündigung – auch vermutlich eher nicht auf den kleinen Positionen zum Einsatz kommen werden, wird so vor allem das Duell unter dem Korb im Fokus stehen.

Dort spielt bei Oldenburg mit Rasid Mahalbasic der zweite Kopf des Teams neben Publikumsliebling und Vereinslegende Rickey Paulding. Mit im Schnitt etwa 14 Punkten, sechs Assists und sieben Rebounds spielt der österreichische Center wieder eine grandiose Saison. Schon in der letztjährigen Halbfinalserie der Play-offs war Mahalbasic mit 19 Punkten pro Partie für Alba nur schwer zu stoppen. 

Die nächsten Spiele von Alba Berlin

  • Sonntag, 02.02.: Oldenburg (A – BBL)
  • Dienstag, 04.02.: Olimpia Mailand (A – Euroleague)
  • Donnerstag, 06.02.: Real Madrid (H – Euroleague)
  • Sonntag, 09.02.: Göttingen (H – BBL)
  • Dienstag, 11.02.: Ulm (A – BBL)

Von einer Generalprobe für das Pokalfinale möchte Baldi trotz aller Umstände allerdings nichts hören. „Auf deren Seite ist das vielleicht so. Wenn ich auf unseren Plan schaue, wollen wir das Spiel mit Hinsicht auf die Tabelle gewinnen“, sagt er und ergänzt noch: „Aber mit dem Pokal hat das nichts zu tun.“

Zwischen dem Spiel am Sonntag in Oldenburg und dem Pokalfinale zwei Wochen später muss Alba schließlich auch erst noch jeweils zweimal in der Liga und in der Euroleague ran. Genügend Möglichkeiten also für Alba, Selbstvertrauen für das erste Finale im neuen Jahr zu tanken. 

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