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Comeback nach Meniskusverletzung: Alba Berlin verpflichtet Nationalspielerin Alina Hartmann
Die meisten Basketball-Nationalspielerinnen verlassen die Bundesliga, mit Alina Hartmann kommt eine zurück. Alba soll sie mit Shooting und Erfahrung helfen.
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Alba Berlin hat die 47-fache Nationalspielerin Alina Hartmann verpflichtet. Das gab der Basketball-Bundesligist am Donnerstag bekannt. „Ich freue mich sehr, in Berlin ein neues Zuhause gefunden zu haben und bald wieder auf dem Feld zu stehen“, wird Hartmann in einer Mitteilung zitiert. Sie hat einen Vertrag bis Saisonende unterschrieben.
Die Verpflichtung ist gleich aus mehreren Gründen ungewöhnlich. Zum einen setzte Alba in den vergangenen Jahren auf Kontinuität und hat seit dem Aufstieg im Sommer 2022 keine Spielerin mehr im laufenden Spielbetrieb nachverpflichtet.
Außerdem ist es selten, dass eine aktive deutsche Nationalspielerin in die Bundesliga wechselt. Viele talentierte Basketballerinnen, wie etwa Frieda Bühner, sind in den vergangenen Jahren den entgegengesetzten Weg gegangen. Die DBBL ist in Europa sportlich wie finanziell weit entfernt von den Topligen wie Spanien.
Hartmann verpasste die EM
Im Falle von Hartmann, die bis zum Sommer in der zweiten italienischen Liga unter Vertrag stand, hat sich jedoch verletzungsbedingt eine Chance ergeben. Die 30 Jahre alte Flügelspielerin hatte sich in der Vorbereitung auf die Europameisterschaft im vergangenen Jahr am Meniskus verletzt. Dadurch verpasste sie das Turnier, dessen Vorrunde in Hamburg stattfand und bei dem das deutsche Team Platz fünf erreichte. Seitdem stand die 1,85 Meter große Dreierspezialistin nicht mehr auf dem Feld.
Wir sind begeistert, eine Nationalspielerin zurück nach Deutschland zu holen.
Himar Ojeda, Albas Sportdirektor
In ihrer Karriere hat Hartmann bereits einige Stationen hinter sich. Ihr Debüt gab sie 2010 in ihrer Heimatstadt Bamberg, später spielte sie in Spanien, Australien, Belgien und zuletzt in Italien. Bei Alba arbeitet sie nach ihrer langen Verletzungspause nun am Comeback.
„Wir sind sehr glücklich und begeistert, eine weitere sehr starke deutsche Spielerin und Nationalspielerin zu Alba und damit zurück nach Deutschland zu holen. Gleichzeitig freuen wir uns auf die Aufgabe, sie nach ihrer Verletzungspause auf dem Weg zurück zu ihrem maximalen Leistungsniveau zu unterstützen“, sagte Albas Sportdirektor Himar Ojeda.
Die Berlinerinnen tun sich in dieser Saison ungewohnt schwer. Nach dem mittelgroßen Umbruch im vergangenen Sommer sucht das Team noch nach Stabilität, die Hartmann mit ihrer Erfahrung bringen könnte.
Und eine positive Randnotiz gibt es auch: Die letzte Spielerin, die Alba im Januar 2022 im laufenden Betrieb verpflichtet hat, war Stefanie Grigoleit. Die Insidespielerin hatte bis zu ihrem Karriereende im Sommer großen Anteil am rasanten Aufstieg der Berlinerinnen, der 2024 durch den Gewinn der Meisterschaft gekrönt wurde.
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