Eisbären Berlin gegen Nürnberg Ice Tigers : Eisbären siegen dramatisch gegen Nürnberg

Nichts für schwache Nerven: Die Eisbären Berlin vergeben einen 4:2-Vorsprung, siegen dann aber 5:4 nach Verlängerung im fünften Halbfinale gegen die Nürnberg Ice Tigers.

06.04.2018, Berlin: Eishockey DEL: Eisbären Berlin - Nürnberg Ice Tigers, Meisterschaftsrunde, Halbfinale, 5. Spieltag in Mercedes-Benz Arena. Berlins Frank Hördler (l) nimmt Nürnbergs Steven Reinprecht den Puck ab. Foto: Christophe Gateau/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
06.04.2018, Berlin: Eishockey DEL: Eisbären Berlin - Nürnberg Ice Tigers, Meisterschaftsrunde, Halbfinale, 5. Spieltag in...Foto: dpa

Die Zahl fünf war am Freitag in der Arena am Ostbahnhof die Zahl des Abends. Im fünften Halbfinale um die Deutsche Eishockey-Meisterschaft zwischen den Eisbären Berlin und den Nürnberg Ice Tigers brauchte der Gewinner fünf Tore, um in der Serie nach dem Modus „Best-of-seven“ den dritten Sieg einzufahren. Umjubelter Torschütze zum 5:4-Sieg (1:0, 1:2, 2:2/1:0) der Berliner in der Verlängerung war Mark Olver.

Damit können die Eisbären am Sonntag erstmals nach fünf Jahren wieder in ein DEL-Finale einziehen, in dem bereits RB München wartet. Der Titelverteidiger setzte sich in seinem Halbfinale gegen die Adler Mannheim mit 4:1-Siegen durch.

Nach dem ersten Drittel hätte ein Sieg der Eisbären wohl kaum jemanden in der mit 14.200 Zuschauern ausverkauften Arena am Ostbahnhof überrascht. Die Berliner waren deutlich überlegen, das Torschussverhältnis von 23:7 belegte das ziemlich klar.

Weniger einseitig war allerdings der Spielstand nach dem ersten Drittel, nur Jamie MacQueen hatte für die Berliner getroffen, was dann doch ziemlich mager war.

Nürnberg spielte erstaunlich passiv, die gefürchteten Konter blieben fast komplett aus. „Ein Tor ist nichts im Eishockey“, warnte Kai Wissmann im Arena-Interview nach 20 Minuten. Wohlwissend, was da kommen würde.

Fünftes Spiel, dritte Verlängerung

Zunächst änderte sich noch nichts, die Eisbären spielten weiter druckvoll. Doch dann gelangen den Gästen praktisch aus dem Nichts binnen 91 Sekunden zwei Treffer. Das Spiel war gekippt und keiner wusste so recht, wie das passieren konnte. Und die Berliner wirkten beeindruckt. Auf dem Eis wurde es in dieser Phase immer zerfahrener. Nürnberg hatte es geschafft, den Gegner auf das eigene Niveau herunterzuziehen. Dann folgte der Auftritt von Marcel Noebels. Der deutsche Nationalspieler wurde von Trainer Uwe Krupp endlich einmal im Powerplay aufgeboten und erzielte kurz vor Ende des Mittelabschnitts das 2:2. In der Halle, in der es zuvor schon Unmutsbekundungen gegeben hatte, war der Optimismus wieder zurück.

In der folgenden Drittelpause muss Trainer Uwe Krupp seine Profis daran erinnert haben, was sie zu Beginn des Spiels so klar besser gemacht hatten. Und die Spieler hatten offenbar gut zugehört. Mit viel Dampf und neuem Mut kamen die Eisbären aus der Kabine. Nick Petersen belohnte die wieder deutlich überlegene Mannschaft mit dem 3:2. Kurz darauf erhöhte Frank Hördler auf 4:2 – erneut hatten die Berliner eine Überzahlgelegenheit nutzen können. Eine Vorentscheidung war das aber noch lange nicht, weil Nürnberg durch Leonhard Pföderl und John Mitchell ein zweiter Doppelschlag in diesem Spiel gelang.

Und so ging es zum dritten Mal in dieser Serie in die Verlängerung. Auch diesmal setzte sich dabei das Heimteam durch. Noch am Ostermontag war Petersen der Siegtreffer bereits nach 23 Sekunden der Overtime für Berlin gelungen, diesmal dauerte es etwas länger. Exakt nach 11:07 Minuten war es Olver, der zum umjubelten 5:4-Erfolg traf – es war der fünfte Heimsieg im fünften Heimspiel dieser hochdramatischen Halbfinalserie.

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