Eisbären-Neuzugang Landon Ferraro : "Berlin wird ein großes Abenteuer"

Landon Ferraro spricht im Interview über seinen Wechsel zu den Eisbären, seine Stärken und eine Jugend in einer Familie voller Eishockey-Legenden.

Landon Ferraro hat 77 Mal in der NHL und 387 Mal in der AHL gespielt. Jetzt versucht sich der 28-jährige Kanadier in Berlin.
Landon Ferraro hat 77 Mal in der NHL und 387 Mal in der AHL gespielt. Jetzt versucht sich der 28-jährige Kanadier in Berlin.Foto: Leopold

Die Eisbären gaben am Freitagmittag die Verpflichtung von Landon Ferraro bekannt, am Abend war der Neuzugang aus Kanada dann gleich Zeuge des 6:2-Sieges seiner neuen Kollegen gegen Krefeld. Anschließend stand er den Pressevertretern Rede und Antwort. Die folgenden Fragen an den 28-Jährigen Stürmer stellte Jörg Leopold.

Landon, warum haben Sie sich für einen Wechsel nach Berlin entschieden?

Ich war im Camp in Vancouver (beim NHL-Team der Canucks, d. Red.), dort habe ich aber keinen Vertrag erhalten. Also habe ich mich allein fit gehalten und auf eine Chance gewartet. Dann kam der Anruf aus Berlin und ich konnte es kaum erwarten, hierher zu kommen.

Was wussten Sie denn über die Eisbären?

Ehrlich gesagt, nicht viel (lacht). Aber ich habe mit (Louis-Marc) Aubry gesprochen, mit ihm habe ich einige Jahre zusammen bei den Grand Rapid Griffins in der AHL gespielt. Auch Brandon Ranford hat mir erzählt, dass es ihm hier sehr gut gefallen hat. Natürlich ist das hier eine größere Stadt, die Liga in Deutschland soll gut sein. Ich bin zwei Stunden vor Spielbeginn gelandet und dann gleich in die Halle gekommen. Das ging alles schon sehr schnell. Aber toll, dass es so gelaufen ist.

Standen Sie mit Louis-Marc Aubry denn noch in Kontakt nach der langen Zeit?

Ja, hin und wieder kam schon eine Nachricht. Und als ich heute hier in der Arena ankam, haben wir und gleich getroffen und umarmt. Schön, dass ich ihn hier wiedersehe. Es ist immer gut, jemanden zu kennen, wenn man irgendwo neu ist.

Was können die Eisbären-Fans denn von Ihnen auf dem Eis erwarten?

Hoffentlich viel Tempo und jede Menge Schüsse. Ich spiele hinten und vorne, gern auch im Powerplay. Ich versuche einfach, so oft es geht aufs Tor zu schießen und hoffentlich gehen dann auch ein paar Pucks rein. Wir werden sehen, ich bin in jedem Falle gespannt.

Was hat denn Ihre Familie gesagt, dass sie jetzt nach Berlin wechseln?

Die haben sich auch sehr für mich gefreut. Meine Freundin hatte eine Austauschstudentin aus Deutschland und war deswegen schon einmal hier. Auch deshalb passt das sehr gut. Auch meine Eltern finden das gut, es wird in jedem Falle ein großes Abenteuer, in einer völlig neuen Umgebung zu spielen.

Ihr Vater Ray hat über 1300 Mal in der NHL gespielt, Ihre Stiefmutter Cammi Granato wurde als erste Frau in der Hockey Hall of Fame aufgenommen und hat mit Tony Granato einen Bruder, der ebenfalls ein NHL-Star war. Gab es denn bei dem Eishockey-Hintergrund in ihrem Elternhaus überhaupt noch ein anderes Gesprächsthema?

Schon, denn ich habe noch zwei jüngere Brüder, die kein Eishockey spielen, sondern Fußball. Deswegen habe ich mir das auch bisschen angeeignet und es ist ganz schön, wenn man auch über etwas anderes sprechen kann. Aber natürlich ging es bei uns schon sehr oft um Eishockey.

Aber eigentlich konnten Sie bei den Genen doch nur Eishockeyspieler werden.

Nicht unbedingt, ich habe auch andere Sachen versucht. Letztlich bin ich aber auf dem Eis hängengeblieben. Das macht mir auch viel Spaß und hier möchte ich so viel erreichen wie möglich. Als mein Vater noch gespielt hat, hatte ich das Glück, dass ich Zugang zu den Hallen hatte und manchmal mit auf dem Eis stand. Für jemanden, der Eishockey mag, ist das natürlich toll.

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