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Bilal Hussein war bei Hertha BSC meistens außen vor.

© imago/Matthias Koch/IMAGO/Sebastian Räppold/Matthias Koch

Ende eines Missverständnisses: Bilal Hussein verlässt Hertha BSC und kehrt nach Schweden zurück

Zuletzt hat Bilal Hussein nur noch bei der U 23 trainiert und gespielt. Aber selbst in Herthas zweiter Mannschaft war er schon seit Monaten nicht mehr gefragt.

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Er kam im Sommer 2023, kurz vor dem Ende der Transferperiode, und sollte eines der drängendsten Probleme im Kader von Hertha BSC beheben. Die Berliner waren gerade aus der Fußball-Bundesliga abgestiegen, sie suchten händeringend nach Kräften fürs defensive Mittelfeld und verpflichteten auf den letzten Drücker gleich zwei potenzielle Soforthilfen: den Griechen Andreas Bouchalakis und Bilal Hussein.

Bouchalakis ist seit dem Sommer bei Hertha Geschichte, jetzt, ein halbes Jahr später, kehrt auch Hussein in seine Heimat zurück – ohne die Erwartungen im Ansatz erfüllt zu haben. Der Schwede, dessen Vertrag noch bis zum Sommer gelaufen wäre, wechselt zum schwedischen Erstligisten Degerfors IF. Ob Hertha noch eine Ablöse kassiert, dazu machte der Verein keine Angabe.

Entscheidender dürfte ohnehin sein, dass die Berliner den 25-Jährigen von der Gehaltsliste bekommen. Hussein hat bei Hertha schon lange keine Rolle mehr gespielt. Seit dem Sommer durfte er nicht mal mehr mit den Profis des Berliner Zweitligisten trainieren, war stattdessen in die U 23 des Klubs abgestellt.

Aber selbst in der viertklassigen Regionalliga war der frühere schwedische Nationalspieler (zwei Einsätze in Freundschaftsspielen) nicht mehr gefragt. Mitte Oktober hat er zuletzt für Herthas U 23 gespielt. Es war sein sechster Einsatz in dieser Saison.

Bilal ist ein technisch versierter, spielstarker und sehr entwicklungsfähiger Spieler. Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, ihn für Hertha BSC zu begeistern.

Herthas Sportdirektor Benjamin Weber über Husseins Verpflichtung

Die Rückkehr nach Schweden ist das Ende eines Missverständnisses. Hussein fehlte es an Durchsetzungskraft für die Zweite Liga. Zudem ist er in der vergangenen Saison mehrere Monate ausgefallen, nachdem er sich im Training nach einer Grätsche von Toni Leistner am Sprunkgelenk verletzt hatte.

„Dieser Transfer stellt eine gute Lösung für alle Beteiligten dar“, wird Herthas Sportdirektor Benjamin Weber in der Mitteilung des Vereins zitiert. Bilal Hussein hat insgesamt 18 Pflichtspiele für Herthas Profis bestritten, sein letztes am 34. Spieltag der Saison 2023/24. Nur zweimal stand er in der Startelf. Der Schwede erzielte ein Tor und bereitete ein weiteres vor.

350.000 Euro Ablöse haben die Berliner vor zweieinhalb Jahren an Husseins damaligen Verein AIK Stockholm überwiesen. Bei der Verpflichtung klang Sportdirektor Weber noch sehr optimistisch: „Bilal ist ein technisch versierter, spielstarker und sehr entwicklungsfähiger Spieler“, sagte er. „Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, ihn für Hertha BSC zu begeistern.“

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