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Das kommt überraschend: Stefan Kuntz verlässt den HSV

© Tom Weller/dpa

„Manchmal gibt es wichtigere Dinge als Fußball“: Sportvorstand Stefan Kuntz verlässt Hamburger SV

Nach anderthalb Jahren im Vorstand des HSV verlässt Stefan Kuntz den Bundesliga-Aufsteiger überraschend mit sofortiger Wirkung.

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Fußball-Bundesligist Hamburger SV und Sportvorstand Stefan Kuntz haben sich überraschend auf die Auflösung des Vertrags geeinigt. Der 63-Jährige hatte den Aufsichtsrat der AG nach den Weihnachtsfeiertagen aus persönlichen familiären Gründen um eine sofortige Beendigung seiner Tätigkeit zum 31. Dezember 2025 gebeten, wie der Klub mitteilte.

„Manchmal gibt es wichtigere Dinge als Fußball. Das ist nun bei mir der Fall. Mehr möchte ich dazu nicht sagen und bitte darum, dies zu respektieren“, wird der frühere Profi in der Mitteilung zitiert. „Dem HSV danke ich für tolle anderthalb Jahre. Ich wünsche den Teams und der gesamten Geschäftsstelle weiterhin das Beste.“

Papenfuß: „Gut aufgestellt“

Die Meldung dürfte bei vielen Fans auch für Besorgnis sorgen. Zuletzt war es in Medien vor allem um die Verlängerung seines im kommenden Sommer auslaufenden Vertrags gegangen. Dabei hatte es nach außen kaum wahrnehmbare Zeichen gegeben, dass Kuntz beim Trainingsstart des Klubs am Freitag nicht mehr als Sportvorstand im Amt sein würde.

Vorerst will der Verein wohl mit dem vorhandenen Personal weiter agieren. „Wir haben in den vergangenen Tagen viele Gespräche geführt und sind mit Vorstand Eric Huwer und einer starken zweiten Führungsebene gut aufgestellt für die kommenden Aufgaben“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Papenfuß. Der Fokus richte sich ab dem heutigen Trainingsstart auf Teil zwei der Bundesliga-Saison und selbstverständlich auch auf die aktuelle Transferperiode, sagte Papenfuß weiter.

Kuntz hatte den Klub im Mai 2024 von Vorgänger Jonas Boldt übernommen. In der anschließenden Saison hatte er mit dem Festhalten am damals unerfahrenen Trainer Merlin Polzin großen Anteil daran, dass die Hamburger nach sieben Jahren Zweitliga-Zugehörigkeit 2025 wieder in die Bundesliga aufstiegen sind. (dpa)

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