Fußball-Weltmeisterschaft : Wer könnte Jogi Löw als Bundestrainer beerben?

Nach dem frühen Ausscheiden der Nationalmannschaft könnte auch Jogi Löw zurücktreten. Unsere (nicht vollkommen ernst zu nehmenden) Vorschläge für die Nachfolge.

Joachim Löw (r.) und Jürgen Klopp.
Joachim Löw (r.) und Jürgen Klopp.Foto: Bernd Thissen/dpa

Noch ist Joachim Löw Bundestrainer - und wenig spricht dafür, dass er diesen Job aufgeben möchte. Er sagt aber auch: "Es braucht tiefgehende Maßnahmen und klare Veränderungen." Gilt das auch für die Trainerposition? Falls ja: Wer könnte ein geeigneter Nachfolger sein? Unsere 25 Vorschläge:

Die Kandidaten (I) - Thomas Schneider

Aktueller Status: Löws Co-Trainer.
Was für ihn spricht: Schneider, 45, kennt den DFB-Zirkus, die Abläufe, bringt zudem Erfahrung als Cheftrainer aus seiner Zeit beim VfB Stuttgart mit. Wäre außerdem eine unkomplizierte Lösung, weil vertraglich ohnehin an den DFB gebunden. 
Was gegen ihn spricht: Das WM-Aus, für das er als Assistent mitverantwortlich ist. Wurde zudem beim VfB (August 2013 - März 2014) schnell wegen Erfolglosigkeit abserviert.
Könnte er es sein? Eher nicht. Das Risiko, einen im Männerbereich mit so wenig Renommee ausgestatteten Trainer zu installieren, wird der DFB nicht eingehen.

Thomas Schneider.
Thomas Schneider.Foto: dpa

Die Kandidaten (II) - Stefan Kuntz

Aktueller Status: U-21-Nationaltrainer beim DFB.

Was für ihn spricht: Kuntz, 55, ist ein auf allen Fußballebenen erfahrener Fachmann. Als Spieler war er unter anderem Europameister 1996, als Trainer arbeitete er für Borussia Neunkirchen, den Karlsruher SC, LR Ahlen und Waldhof Mannheim. Beim 1. FC Kaiserslautern war er als Vorstandsvorsitzender aktiv.

Was gegen ihn spricht: Eigentlich wenig. Aber: Außer dem EM-Titel 2017 mit der U21 in Polen hat Kuntz als Trainer wenig erreicht. Mit dem KSC stieg er 2001 in die Zweite Liga auf - das war's.

Könnte er es sein? Warum nicht?

Stefan Kuntz.
Stefan Kuntz.Foto: Swen Pförtner/dpa

Die Kandidaten (III) - Meikel Schönweitz

Aktueller Status: U-19-Nationaltrainer beim DFB.

Was für ihn spricht: Schönweitz, 38, ist unbefleckt, frisch, jung, motiviert - und er kennt sich beim DFB aus. Schloss seine Ausbildung zum Fußballlehrer mit der Note 1,3 ab.

Was gegen ihn spricht: Meikel wer? 

Könnte er es sein? Fachlich vielleicht schon. Ansonsten: Sehr unwahrscheinlich.

Die Kandidaten (IV) - Miroslav Klose

Aktueller Status: Berater im Löw-Stab; übernimmt demnächst die U 17 des FC Bayern.

Was für ihn spricht? Weltmeister 2014 und Halter dieser Rekorde: WM-Rekordtorschütze (16 Tore); deutscher Rekordtorschütze (71 Tore), einziger Spieler, der vier WM-Halbfinals gespielt hat. Könnte dem lauen DFB-Sturm immer noch vormachen, wie das Runde ins Eckige zu befördern ist.

Was gegen ihn spricht: Keinerlei Trainer-Erfahrung.

Könnte er es sein? Wäre tragfähig.

Miroslav Klose.
Miroslav Klose.Foto: Christian Charisius/dpa

Die Kandidaten (V) - Jürgen Klinsmann

Aktueller Status: Privatier in den USA.

Was für ihn spricht? Diverse Erfolge als Spieler (Weltmeister 1990, Europameister 1996) und als Trainer (WM-Dritter 2006 - "Sommermärchen"). Hat bewiesen, dass er reformieren kann. Sogar den DFB. Kann das bestimmt ein zweites Mal.

Was gegen ihn spricht: Weite Anfahrtswege und eine Affinität zu Buddha-Statuen.

Könnte er es sein? Never say never.

Jürgen Klinsmann.
Jürgen Klinsmann.Foto: Kevin C. Cox/Getty Images/AFP

Die Kandidaten (VI) - Ralph Hasenhüttl

Aktueller Status: Arbeitslos.

Was für ihn spricht? Sehr viel. Hasenhüttl, 50, hat den Brauseklub aus Leipzig als Aufsteiger in die Champions League geführt (mit teils tollem Tempofußball) und auch beim FC Ingolstadt geliefert (Aufstieg in die Bundesliga). Ein charmanter, abgeklärter Trainer mit Erfahrung. Gilt als umgänglicher Fußballfachmann, der auch (oder gerade) mit jungen Spielern gut arbeiten kann. Ist außerdem an keinen Klub gebunden.   

Was gegen ihn spricht: Hasenhüttl ist Österreicher.

Könnte er es sein? Bringt alles mit. Dürfte trotzdem durchfallen, weil der DFB einen ausländischen Trainer wohl (noch) scheuen dürfte.


Ralph Hasenhüttl.
Ralph Hasenhüttl.Foto: Reuters/Matthias Rietschel

Die Kandidaten (VII) - Lothar Matthäus

Aktueller Status: Chefkritiker der Nationalelf.

Was für ihn spricht? "Ein Lothar Matthäus lässt sich nicht von seinem Körper besiegen, ein Lothar Matthäus entscheidet selbst über sein Schicksal." (Matthäus über Matthäus)   

Was gegen ihn spricht: "Ein Lothar Matthäus kann es sich nicht leisten, sich zu blamieren." (Matthäus über Matthäus)

Könnte er es sein? "Gewollt hab ich schon gemocht, aber gedurft ham sie mich nicht gelassen." (Matthäus' Erklärung, warum er kein Bundestrainer wurde - der Satz dürfte noch immer aktuell sein.)

Lothar Matthäus.
Lothar Matthäus.Foto: dpa

Die Kandidaten (VIII) - Markus Weinzierl

Aktueller Status: Arbeitslos.

Was für ihn spricht? Abgesehen von seinem Engagement auf Schalke brachte Weinzierl, 43, seine Klubs stets nach vorne. Aufstieg mit Regensburg in Liga 2; sicherte dem FC Augsburg den Klassenverbleib in Liga 1 und führte den FCA sogar in die Europa League.

Was gegen ihn spricht: Der letzte Eindruck. Wirkte im hochstressigen Schalker Umfeld nicht mehr souverän. Beim DFB wäre der Druck kaum geringer.

Könnte er es sein? Ähnelt ein wenig Hasenhüttl (siehe oben) - also ja. Hat obendrein die "richtige" Nationalität.

Markus Weinzierl.
Markus Weinzierl.Foto: Ina Fassbender/dpa

Die Kandidaten (IX) - Thomas Hitzlsperger

Aktueller Status: ARD-Experte, Vorstandsmitglied beim VfB Stuttgart

Was für ihn spricht? Hitz "The Hammer", 36, könnte das Torschusstrainig auf ein neues Niveau heben - und die angeblich vorhandenen Kommunikationsstörungen innerhalb der Mannschaft beheben. Rhetorisch begabt, Fußballexpertise sehr ausgeprägt. Wäre zudem ein starkes gesellschaftspolitisches Zeichen. 

Was gegen ihn spricht: Keinerlei Erfahrung als Trainer.

Könnte er es sein? Wohl kaum. Für einen offen schwulen Bundestrainer ist der DFB vermutlich noch zu verstockt.

Thomas Hitzlsperger.
Thomas Hitzlsperger.Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Die Kandidaten (X) - Jens Keller

Aktueller Status: Arbeitslos.

Was für ihn spricht? Keller, 47, hat auf Schalke und bei Union Berlin sportlich gute Arbeit abgeliefert. Geradliniger Typ, der den Fußball in den Mittelpunkt stellt. 

Was gegen ihn spricht: Kein Marketing-Typ. Wirklich nicht. Oder kann sich jemand vorstellen, wie sich Keller Nivea-Creme ins Gesicht schmiert. Soll zudem auch keine Sonnenbrille besitzen...

Könnte er es sein? Eher nein. Zu blass für die Werbemaschine DFB.

Jens Keller.
Jens Keller.Foto: Maurizio Gambarini/dpa

Die Kandidaten (XI) - Mehmet Scholl

Aktueller Status: DFB-Systemkritiker.

Was für ihn spricht? Als Spieler war Scholl, 47, ein grandioser Techniker (alte Karlsruher Schule); 1996 Europameister; achtmal Deutscher Meister mit dem FC Bayern; seither als kritischer (Fußball-)Geist auffällig, pointiert, bisweilen giftig. Könnte beim DFB wirklich alles auf den Kopf stellen - und hat sogar Trainerexpertise (2. Mannschaft FC Bayern).    

Was gegen ihn spricht: Hat nur Bayern II trainiert. Legt meist mehr als einen Finger in die Wunde.

Könnte er es sein? Unwahrscheinlich. Rebellentum mag der DFB nicht sonderlich.

Mehmet Scholl.
Mehmet Scholl.Foto: Maja Hitij/dpa

Die Kandidaten (XII) - Alexander Nouri

Aktueller Status: Arbeitslos.

Was für ihn spricht? Nouri, 38, Werder Bremen einmal bravourös zum Klassenverbleib geführt und anschließend fast in die Europa League. Im Hinblick auf die Europameisterschaft 2020 stimmt zudem die Basis, denn, Zitat Nouri: "Ich habe nichts gegen Europa, ich bin ja nicht die AfD."

Was gegen ihn spricht: Außer Bremen hat Nouri fußballerisch noch nicht viel gesehen (von Kiel, Oldenburg, Buxtehude und Uerdingen mal abgesehen).

Könnte er es sein? Äußerst zweifelhaft, aller Europa-Bekenntnisse zum Trotz.

Alexander Nouri.
Alexander Nouri.Foto: AFP / Tobias Schwarz

Die Kandidaten (XIII) - Christian Streich

Aktueller Status: Trainer beim SC Freiburg.

Was für ihn spricht? Streich, 53, erfüllt in Freiburg die Erwartungen seit Jahren über, erst als Jugendcoach, dann bei den Großen. Weitere Argumente: Ehrgeizig, emotional, kommunikativ, gesellschaftskritisch, intelligent, demütig. Sprachlich bliebe alles beim Alten, wobei Streichs Badisch wesentlich ausgeprägter rüberkommt als Löws Ausgabe. "D'r Chrischdian" ist eben Authentizität pur - und würde den weit entrückten DFB ein Stück empathischer (und symbadischer) machen.

Was gegen ihn spricht: Einzig die Frage, ob Streich auch außerhalb des Freiburger Biotops reüssieren könnte (vermutlich ja!).

Könnte er es sein? Scho au.

Christian Streich.
Christian Streich.Foto: Patrick Seeger/dpa

Die Kandidaten (XIV) - Roger Schmidt

Aktueller Status: Trainer bei Beijing Guoan.

Was für ihn spricht? Schmidt, 51, bevorzugt Offensivfußball mit System. Bewies bei RB Salzburg und in Leverkusen, dass dieses mutige Spiel sogar funktionieren kann. Ein Mann mit Visionen, die er konsequent zu verfolgen in der Lage ist.

Was gegen ihn spricht: Selbstkontrolle ist nicht seins. Schiedsrichterentscheidungen zu Ungunsten eines Schmidt-Teams kommentiert Schmidt kurz darauf meist nur noch von der Tribüne. 

Könnte er es sein? Absolut. Müsste aber aus China rausgekauft werden (wäre vermutlich eine teure Geschichte).

Roger Schmidt.
Roger Schmidt.Foto: Bernd Thissen/dpa

Die Kandidaten (XV) - Martin Schmidt

Aktueller Status: Arbeitslos.

Was für ihn spricht? M. Schmidt, 51, bevorzugt Offensivfußball mit System. Bewies bei Mainz 05, dass dieses mutige Spiel sogar funktionieren kann. Ein Mann mit Visionen, die er konsequent zu verfolgen in der Lage ist.

Was gegen ihn spricht: Seine letzte Station. Kam in Wolfsburg nicht über den Status als Remiskönig hinaus. Und: Hat das Hasenhüttl-Manko. Schmidt ist Schweizer!

Könnte er es sein? Ein Schweizer? Puh. Wirklich schwierig.

Martin Schmidt.
Martin Schmidt.Foto: Jonas Güttler/ dpa

Die Kandidaten (XVI) - Jürgen Klopp

Aktueller Status: Trainer beim FC Liverpool

Was für ihn spricht? Die Stationen Mainz, Dortmund und Liverpool. "The normal one", 51, macht wirklich jeden Spieler besser. Unter dem leidenschaftlichen Fußballromantiker Klopp gibt selbst ein Oliver Kirch (nie gehört? eben!) den Weltklasse-Regisseur gegen Real Madrid. Klopp, ein bekennender Pressing-Fetischist, würde sogar Kevin Großkreutz 2022 ein zweites Mal zum Weltmeister machen (dann natürlich als lauffreudigster Stammspieler!).

Was gegen ihn spricht: Kann keine Finalspiele (mehr).

Könnte er es sein? Eher nein - leider. Klopp will erst noch den Vereinsfußball rocken, bevor er einen DFB-Rentenvertrag unterschreibt. Verständlich.

Jürgen Klopp.
Jürgen Klopp.Foto: Reuters/John Sibley

Die Kandidaten (XVII) - Hannes Wolf

Aktueller Status: ARD-Experte.

Was für ihn spricht? Wolf, 37, schaffte in Stuttgart, was schier nicht zu schaffen ist: Er ließ die dauernörgelnden Brutler verstummen. Nach dem Aufstieg mit dem VfB war Wolf so beliebt, dass es bei seiner Entlassung wüste Proteste gegen Nachfolger Korkut gab. Dieses Kunststück gelang zuletzt einem gewissen Joachim Löw, der 1998 beim VfB gefeuert und durch den langjährigen KSC-Erfolgscoach Winnie Schäfer ersetzt wurde (was unmöglich gutgehen konnte).

Was gegen ihn spricht: Löw gewann den Pokal mit Stuttgart - Wolf nur einen Platz bei der ARD.

Könnte er es sein? Würde gut in ein mögliches DFB-Anforderungsprofil passen: Modern, unverbraucht, taktisch versiert, vermarktbar.

Hannes Wolf
Hannes WolfFoto: C. Charisius/P. Steffen/dpa

Die Kandidaten (XVIII) - Silvia Neid

Aktueller Status: Leiterin DFB-Scoutingabteilung (für Frauen und Mädchen).

Was für sie spricht? Für Neid, 50, spricht schlicht der Erfolg. Gewann als Cheftrainerin alles: WM 2007, EM 2009 & 2013, Olympia-Gold 2016, Algarve-Cup 2006, 2012, 2014.

Was gegen sie spricht: Auch wenn wir im Jahr 2018 leben, gibt es leider ein Totschlagargument: Neid ist eine Frau.

Könnte sie es sein? Eine Frau? Beim DFB? In verantwortlicher Position? ...

Silvia Neid.
Silvia Neid.Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Die Kandidaten (XIX) - Zinédine Zidane

Aktueller Status: Arbeitsloser Champions-League-Sieger.

Was für ihn spricht? Titel, Titel, Titel.

Was gegen ihn spricht: Zidane, 46, spricht definitiv kein Badisch.

Könnte er es sein? Mais oui! Andererseits: Auch die Spanier suchen nach der WM womöglich einen Coach (und die Franzosen - je nach Abschneiden - vielleicht auch). Zizou ist eher einer für die Haute Cuisine.

Zinedine Zidane.
Zinedine Zidane.Foto: AFP PHOTO / Eric Feferberg

Die Kandidaten (XX) - Michael Skibbe

Aktueller Status: Nationaltrainer Griechenlands.

Was für ihn spricht? Die Ablösesumme können die Griechen gut gebrauchen. Zudem: Skibbe, 57, verfügt über einen internationalen Erfahrungsschatz der seinesgleichen sucht. Seine Trainerstationen, u.a.: Galatasaray Istanbul, Eskişehirspor, Karabükspor, Grashoppers Zürich, dazu: Dortmund, Leverkusen, Eintracht Frankfurt, Hertha BSC. Und: Als Co-Trainer von Rudi Völler Vize-Weltmeister 2002. Trat nach einer desaströsen EM 2004 mit Rudi ab - weiß also, was in einem großen Turnier alles schief laufen kann.

Was gegen ihn spricht: Flog bei Hertha einst nach nur fünf Pflichtspielen!

Könnte er es sein? Nur gemeinsam mit Völler.

Michael Skibbe.
Michael Skibbe.Foto: Marius Becker dpa/lnw

Die Kandidaten (XXI) - Oliver Kahn

Aktueller Status: ZDF-Chefkritiker.

Was für ihn spricht? Hat Biss. Knallharte Analysen. Karlsruher Torwart-Titan. 

Was gegen ihn spricht: Kahn, 49, hat zu viele Werbeverträge, die mit denen des DFB nicht kompatibel wären.

Könnte er es sein? Nur gemeinsam mit Jens Lehmann.

Oliver Kahn.
Oliver Kahn.Foto: dpa

Die Kandidaten (XXII) - David Wagner

Aktueller Status: Trainer bei Huddersfield Town.

Was für ihn spricht? Wagner, 46, entstammt der Tradition der Jürgen-Klopp-Trainerschule. Passenderweise ist er auch Klopps Trauzeuge. Führte Huddersfield Town erstmals in die Premier League und sicherte den Klassenverbleib. Wirkt modern und eloquent, wäre sicher ein guter DFB-Werbeträger.

Was gegen ihn spricht: Schwer von der Insel runterzubekommen.

Könnte er es sein? Derzeit eher utopisch. Aber warum nicht irgendwann mal als Klopps Co.?

David Wagner.
David Wagner.Foto: Simon Cooper/PA Wire/dpa

Die Kandidaten (XXIII) - Markus Gisdol

Dauerhafter Status: Mitschuldig am ersten Bundesliga-Abstieg des HSV.

Was für ihn spricht? Musste den HSV-Niedergang nicht bis zum Ende mitverfolgen - könnte mental schon wieder frisch sein. Weiterer Pluspunkt: Erfahrung im Krisenmanagement hat Gisdol, 48, massig gesammelt.

Was gegen ihn spricht: Siehe Status.

Könnte er es sein? Durchaus eine Option. Mit guten Fußballern kann Gisdol arbeiten. Außerdem wäre er beim DFB-Team von Abstiegskämpfen befreit.

Markus Gisdol.
Markus Gisdol.Foto: dpa

Die Kandidaten (XXIV) - Pal Dardai

Aktueller Status: Trainer bei Hertha BSC.

Was für ihn spricht? Weil die Hertha ihren Vereinsliebling Dardai, 42, nicht ziehen lassen wird, müsste dieser in doppelter Funktion tätig sein. Aber: Das kann er! Lief mit Ungarn 2015 nicht anders. Zudem hat Dardai jetzt schon die kommende goldene Generation unter Aufsicht (Jonathan Klinsmann, Platte, Pascal Köpke). Pflegt außerdem einen guten Draht zu seinen Spielern: "Ich werde nicht bestimmen, ob einer Rührei isst oder ungarische Salami. Ich habe immer Gulasch gefressen und konnte ohne Ende laufen."

Was gegen ihn spricht: Visionen sind nicht sein Ding. Dardai ist ein klassischer Pragmatiker: "Wenn du kleine Bäume pflanzt und willst im nächsten Jahr 100 Kilo Obst runterholen, ist das unmöglich."

Könnte er es sein? Schwierig. Wenn er statt der deutschen Hymne den Zander-Hit "Nur nach Hause" anstimmen würde, gäbe das wieder Komplikationen. Und die will man beim DFB nun wirklich nicht.

Pal Dardai.
Pal Dardai.Foto: dpa

Die Kandidaten (XXV) - Joachim Löw

Aktueller Status: Schwierig.

Was für ihn spricht? Prinzipiell wenig. 

Was gegen ihn spricht: Nahezu alles.

Könnte er es sein? Scho au.

Joachim Löw.
Joachim Löw.Foto: AFP / Daniel Roland
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