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Das tut weh. Kevin Behrens und Co. müssen sich ordentlich quälen.
© imago images/Matthias Koch

Der 1. FC Union bereitet sich in Bad Saarow vor: Spaß und Schweiß am Scharmützelsee

Seit 2018 absolviert der 1. FC Union jeden Sommer ein Kurztrainingslager in Bad Saarow. Auf dem Programm stehen Konditionstraining und Teambuilding.

Fußballer gehören gemeinhin zu den abergläubigsten Arbeitnehmern. Die einen ziehen sich immer zuerst den linken Schuh an, die anderen rasieren sich während einer Siegesserie nicht – und der 1. FC Union fährt halt nach Bad Saarow. Seit 2018 haben die Berliner in der Sommervorbereitung stets ein paar Tage am Scharmützelsee verbracht und die Erfolge geben keinen Anlass, daran etwas zu ändern. Aufstieg, Klassenerhalt, nun zum zweiten Mal Europa. An Bad Saarow ist bei Union nicht zu rütteln.

Am Donnerstag fuhr die Mannschaft nach dem Vormittagstraining von Köpenick rund 60 Kilometer nach Südosten, am Nachmittag stand ein erster Waldlauf auf dem Programm. Am Freitag bittet Urs Fischer auf dem Gelände von Eintracht Reichenwalde zwei Mal zum Training, am Samstag ein weiteres Mal, bevor es am Sonntag zurück nach Berlin geht.

Doch die Arbeit an der Fitness mit Athletiktrainer Martin Krüger ist nur ein Schwerpunkt des Kurztrainingslager. „Vor allem für die neuen Jungs ist es wichtig, die Mannschaft ein bisschen kennenzulernen“, sagt Fischer. Bisher hat Union sieben Neuzugänge verpflichtet. Beim Trainingsauftakt am Mittwoch in Berlin waren davon aber nur vier mit der Mannschaft auf dem Rasen. Jamie Leweling absolviert nach seinem Außenbandriss eine Reha, Paul Seguin war krank und Danilho Doekhi soll in Bad Saarow zur Mannschaft stoßen. Die Nationalspieler werden erst in der kommenden Woche erwartet.

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Teambuilding steht am Scharmützelsee bei Union fast schon traditionell auf dem Programm. Im vergangenen Sommer versuchten sich die Fußballer am Stand-up-Paddling, das Wasser werden bei den hohen Temperaturen sicher auch in diesem Jahr einige Berliner für eine Abkühlung nutzen.

Als reine Spaßveranstaltung will Fischer das Wochenende allerdings nicht verstanden wissen – und da stimmen ihm die Spieler angesichts der zahlreichen Kraft- und Konditionsübungen sicher zu. „Wir werden drei Trainings machen, die es auch ein bisschen in sich haben werden“, sagt Fischer. „Es ist schließlich Vorbereitung.“

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