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Unfall beim Start zur ISS : Bemannte Sojus-Rakete muss notlanden

Die Besatzung einer russischen Raumkapsel musste nach einer Panne beim Start in Kasachstan notlanden. An Bord waren ein US-Amerikaner und ein Russe.

Start der Raumkapsel Sojus MS-10 auf dem Weltraumbahnhof Baikonur
Start der Raumkapsel Sojus MS-10 auf dem Weltraumbahnhof BaikonurFoto: dpa/Dmitri Lovetsky/AP

Der Start einer bemannten russischen Raumkapsel zur Internationalen Raumstation ISS ist am Donnerstag fehlgeschlagen. Wie die Nachrichtenagentur Ria Nowosti meldete, hatte der Antrieb der Sojus-Trägerrakete kurz nach dem Abheben vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur Probleme. Die Raumkapsel musste daraufhin notlanden. An Bord waren der US-Astronaut Nick Hague und der russische Kosmonaut Alexei Owtschinin.

Sie seien nach dem Fehlstart ihrer Rakete von Rettungsmannschaften aus der Landekapsel geholt worden, berichteten russische Medien unter Berufung auf die Nasa. Den beiden Raumfahrern geht es nach Angaben der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos gut. Ärzte wollten sie untersuchen.

Die Raumfahrer Nick Hague (oben) und Alexei Owtschinin vor dem Start
Die Raumfahrer Nick Hague (oben) und Alexei Owtschinin vor dem StartFoto: dpa/Yuri Kochetkov/AP Pool

Nach dem fehlgeschlagenen Start soll es vorerst keine bemannten Flüge ins Weltall geben. Erst müssten die Gründe für den Unfall geklärt werden, sagte der Vize-Regierungschef Juri Borissow russischen Medienberichten zufolge. „In einer solchen Situation gibt es vorerst keine weiteren Starts, bis die Ursache endgültig geklärt worden ist.“ Die Sicherheit der Raumfahrer solle gewährleistet sein.

Borissow, der auch für die Raumfahrt in seinem Land zuständig ist, nannte den Unfall „unangenehm“. Er zeige aber, dass die Notfall- und Rettungssysteme funktionierten. (dpa, AFP)

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