zum Hauptinhalt
Elon Musk nimmt an einer Gedenkfeier für den rechtskonservativen Aktivisten Charlie Kirk im State Farm Stadium teil.

© dpa/Julia Demaree Nikhinson

„Buchstäblich null“: Musk bestreitet, dass seine KI Grok sexualisierte Bilder von Minderjährigen erstellt

Die Künstliche Intelligenz Grok steht weltweit in der Kritik. Elon Musk will nichts davon wissen, dass sie auch Nacktbilder erzeugt.

Stand:

Milliardär Elon Musk bestreitet, dass seine Künstliche Intelligenz (KI) Grok sexualisierte Bilder von Minderjährigen erstellt. „Mir sind keine von Grok generierten Nacktbilder von Minderjährigen bekannt. Buchstäblich null“, schrieb er am Mittwoch auf dem Kurznachrichtendienst X. Diese Plattform und der KI-Entwickler xAI stehen weltweit in der Kritik.

Grok kann bei hochgeladenen Fotos realer Personen deren Kleidungsstücke entfernen oder sie in sexuell eindeutigen Posen darstellen. Die derart manipulierten Bilder werden dann über X verbreitet. Sowohl X als auch xAI gehören zu Musks Firmenimperium.

„Natürlich generiert Grok keine Bilder spontan, sondern nur auf Anfrage der Nutzer“, betonte Musk in seinem Beitrag. Er bekräftigte, dass die Software sämtliche illegalen Anweisungen ignoriere. Zudem richte sie sich nach den Gesetzen des jeweiligen Landes. Als Reaktion auf die Kritik hatte X zuvor den Zugriff auf die Bild-Funktionen von Grok eingeschränkt. Derzeit können lediglich zahlende X-Nutzer darauf zugreifen. Die von X unabhängige, eigenständige Grok-App lieferte zunächst jedoch weiter sexualisierte Bilder.

Vergangene Woche hatte X betont, illegale Inhalte zu löschen und Nutzer gegebenenfalls von der Plattform zu verbannen. Auf eine erneute Nachfrage zu diesem Thema antwortete das Unternehmen: „Etablierte Medien lügen.“

Mehrere Staaten haben inzwischen Ermittlungen wegen möglicher Gesetzesverstöße eingeleitet. Einige von ihnen blockierten den Zugriff auf X. Die Europäische Union (EU) hat X angewiesen, bis zum Jahresende alle Dokumente und Daten zu Grok aufzubewahren. Zahlreiche Politiker, Bürgerrechts- und Frauenrechtsgruppen fordern zudem von Apple und Google, die Apps von X und Grok aus ihren jeweiligen App-Stores zu entfernen.

Der umstrittene Milliardär Musk, der rechtspopulistische Parteien unterstützt, wehrt sich gegen die Regulierung seiner Dienste. In der EU ist X wie alle sozialen Plattformen dem Digital Services Act (DSA) unterworfen.

Dieser verpflichtet Online-Firmen unter anderem dazu, gegen illegale Inhalte im Internet vorzugehen. In Großbritannien gelten ähnliche Gesetze, die verschärft werden sollen. Musk wird bei seiner Kritik an derartiger Regulierung von der US-Regierung unterstützt. Beide werfen den Europäern Zensur und Unterdrückung der Meinungsfreiheit vor. (Reuters)

Zur Startseite

showPaywall:
false
isSubscriber:
false
isPaid:
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })