Milliardenfusion geplant : Aroundtown und TLG könnten zu Europas größtem Bürohaus-Anbieter werden

Der Hauptsponsor von Union Berlin hat ein Übernahmeangebot für TLG vorgelegt. Beide Konzerne unterhalten zahlreiche Gewerbegebäude in Berlin.

Bald noch größer: Unions Hauptsponsor Aroundtown will mit TLG fusionieren.
Bald noch größer: Unions Hauptsponsor Aroundtown will mit TLG fusionieren.Foto: dpa

Die beiden Gewerbeimmobilien-Konzerne Aroundtown und TLG machen bei ihrer geplanten Milliardenfusion Nägel mit Köpfen. Aroundtown legte am Dienstag das Ende Oktober angekündigte Übernahmeangebot für TLG vor. Die Aktionäre der TLG Immobilien sollen je Papier 3,6 Aroundtown-Aktien aus einer Kapitalerhöhung erhalten, wie beide Unternehmen am Dienstagmorgen in Berlin mitteilten. Das entspreche einem Angebotspreis von 27,66 Euro je TLG-Aktie beziehungsweise einer Prämie von 3,2 Prozent zum letzten Schlusskurs. Damit würde TLG mit rund 3,1 Milliarden Euro bewertet.

Vorstand und Aufsichtsrat von TLG unterstützten die Offerte, für die voraussichtlich keine Mindestannahmeschwelle geplant sei. Das heißt, es gibt keinen Prozentsatz von Aktien, der mindestens erreicht werden muss, damit der Deal zustande kommt. Zudem verpflichtet sich der größte TLG-Aktionär, die Ouram Holding, ihre Beteiligung von rund 28 Prozent anzudienen.

Beide Immobilienkonzerne sind auch in Berlin keine Unbekannten. TLG unterhält einige Gewerbegebäude in bester Lage, darunter auch prominente Immobilien wie die Kulturbrauerei oder das Haus der Elektroindustrie am Alexanderplatz. Aroundtown wurde der breiten Öffentlichkeit bekannt, als das Unternehmen Anfang dieser Saison Trikotsponsor von Union Berlin wurde. Der Konzern besitzt ebenfalls gut gelegene Objekte, wie zum Beispiel das Hilton Hotel am Gendarmenmarkt.

Sollte das Vorhaben gelingen, würde der europaweit größte Anbieter von Bürohäusern entstehen. Dabei sollen auch Einsparungen realisiert werden. Die Synergien sollen zu einer Steigerung des operativen Ergebnisses vor Steuern von 110 bis 139 Millionen Euro pro Jahr innerhalb der ersten fünf Jahre nach dem Zusammenschlusses führen. (dpa/mum)

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