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Die Stiftung Warentest hat neun Elektrofahrräder getestet: Fast alle haben mit der Gesamtnote „gut“ abgeschnitten.
© Andreas Labes/Stiftung Warentest/dpa-tmn

Elektrofahrräder 2022 getestet: Lohnt sich der E-Bike-Testsieger zum Preis eines gebrauchten Kleinwagens?

Die Stiftung Warentest hat neun SUV-E-Bikes getestet. Sieger ist das KTM, sieben der Fahrräder erhielten die Note „gut“ – teuer und schwer sind sie alle.

Ob man nun schon selbst auf einem sitzt oder gerade mal wieder ganz locker von einem überholt wurde: Wer häufig mit dem Fahrrad unterwegs ist, der weiß: Pedelecs, meistens E-Bikes genannt, boomen. Wie die Stiftung Warentest schreibt, ist jedes zweite in Deutschland verkaufte Fahrrad inzwischen ein E-Bike. Das Angebot ist groß und die Tester:innen haben sich für ihre Juni-Ausgabe neun SUV-E-Bikes vorgenommen, von denen sieben mit der Gesamtnote „gut“ bewertet wurden.

Vorneweg: Alle der neun getesteten E-Bikes sind teuer. Die Presspanne bewegt sich zwischen 3.300 und 5.350 Euro und zum Preis des Testsiegers KTM Macina Aera 671 LFC (4.200 Euro) bekommt man auch einen gebrauchten Kleinwagen. Alle der Fahrräder sind schwer. Sie wiegen zwischen 26 und 29 Kilogramm, womit sie nicht mal eben die Treppen nach oben getragen werden können. Auch schaffte es niemand der Tester:innen bergauf, als der Motor aus war – stattdessen war Schieben angesagt.

Der Akku als Schwachstelle

Es kann mehr als acht Stunden dauern, bis ein Fahrrad-Akku vollgeladen ist. Im Test betraf es die E-Bikes von Cube (Nuride Hybrid EXC 625 Allroad) und Corratec (MTC 12S). Am schnellsten – nur 2:40 Stunden – ging das Laden beim Flyer Goroc2 2.10, dafür funktionierte der Akku aber nicht zuverlässig, als er nass war. Es lohnt sich auch, darauf zu achten, wo der Akku verbaut ist: Wenn er von unten eingesetzt wird, bekommt er Dreck und Nässe ab, der Akku des E-Bikes von Specialized Turbo Tero 4.0 Step-Through EQ fiel im Test sogar mehrfach heraus.

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Der E-Bike-Testsieger 2022: Das komfortable und sportliche KTM

Das KTM Macina Aera 671 LFC (Note 1,8, 4200 Euro) ist auch deswegen eine Ausnahme, da es sowohl bequem, als auch sportlich daherkommt – die meisten der anderen Modelle im Test sind dagegen entweder das eine, oder das andere. Die Stiftung Warentest lobt hier die Handhabung, die 150-Lux-Lichtanlage und die beste Schaltung im Test. Auch der schnell ladende, von oben einzusetzende Akku sowie der kräftige Bosch-Motor werden hervorgehoben, wobei der Motor unter Belastung sehr laut war.

Das KTM Macina Aera 671 LFC.
Das KTM Macina Aera 671 LFC.
© von www.ktm-bikes-online.at

Der Preistipp: Das Cube für 3300 Euro

Mit der Note 2,3 schnitt das Cube Nuride Hybrid EXC 625 Allroad nur leicht schlechter ab als die anderen sechs guten Räder im Test. Dafür ist es mit 3.300 Euro noch mal etwas günstiger als das zweitgünstigste Modell von Corratec für 3.600 Euro (das nur die Note 2,6 und damit „befriedigend“ erhielt). Die Stiftung Warentest beschreibt das Cube als vielseitiges Fahrrad mit kräftigem, leisen Antrieb – nur leider lädt der Akku satte acht Stunden und zehn Minuten. Außerdem lässt er sich nicht so leicht aus- und einbauen.

Die drei besten E-Bikes 2022

  • KTM Macina Aera 671 LFC (4.200 Euro, Note 1,8): Der agile und vielseitige Testsieger überzeugte die Stiftung Warentest auch abseits der Straße.
  • Simplon Kagu Bosch CX 275 RT (5.250 Euro, Note 2,1): Dieses E-Bike sei eher für Asphalt und Komfort ausgestattet.
  • Centurion Country R960i (3.800 Euro, Note 2,2): Ein eher für die Stadt geeignetes E-Bike mit Schwächen wie dem rutschigen Sattel.

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