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Persischer Golf : Emirate melden Sabotageakte gegen vier Handelsschiffe

Das Außenministerium der Emirate lässt die Art der Vorfälle an der Küste des Landes offen und nennt auch keine Verantwortlichen.

Derzeit bestehen Spannungen zwischen den USA und Golf-Anrainer Staat Iran.
Derzeit bestehen Spannungen zwischen den USA und Golf-Anrainer Staat Iran.Foto: Reuters/ Michael Singley

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben "Sabotageakte" gegen vier Handelsschiffe vor ihrer Golfküste gemeldet. "Vier kommerzielle, zivile Handelsschiffe unterschiedlicher Nationalitäten" seien am Sonntagmorgen "Sabotageakten" vor der Küste des Emirats Fudschaira im Nordosten des Landes ausgesetzt gewesen, teilte das Außenministerium mit. Das Ministerium machte keine näheren Angaben zur Art der Vorfälle sowie zu den Verantwortlichen.

Bei den Zwischenfällen vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen zwischen dem Golf-Anrainer Iran und den USA sei niemand an Bord der Schiffe verletzt worden, hieß es in der von der amtlichen Nachrichtenagentur Wam verbreiteten Erklärung. Auch seien weder Öl noch chemische Substanzen ausgetreten.

Das Ministerium verurteilte den "schwerwiegenden Vorfall". Die Behörden hätten "alle notwendigen Maßnahmen ergriffen" und eine Untersuchung in Zusammenarbeit mit örtlichen und internationalen Organisationen eingeleitet. Zudem rief der Golfstaat die internationale Gemeinschaft auf, derartige Aktionen durch "Parteien, welche der Sicherheit der Schifffahrt schaden wollen", zu unterbinden.

Gleichzeitig widersprach das Ministerium Gerüchten über angebliche Zwischenfälle im Hafen von Fudschaira am Sonntagmorgen. Der Betrieb in dem Hafen laufe ohne Störungen.

Die USA haben inzwischen ihre Militärpräsenz in der Region erhöht. Das Pentagon verlegte zuletzt den Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ und eine Bomberstaffel Richtung Iran und begründete dies damit, dass es Hinweise darauf habe, dass das Land Angriffe auf US-Truppen unternehmen könne. Am Freitag kündigte das Ministerium auch die Verlegung der „USS Arlington“ und eines Patriot-Systems in die Region an. Wie auch im Fall des Flugzeugträgers war die Verlegung der „USS Arlington“ schon länger geplant, wurde aber beschleunigt. (dpa, AFP)

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