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Thema

Indien

Die Militärmachthaber in Pakistan behalten sich das Recht auf weitere Atomtests vor, sollte der Erzrivale Indien weitere Nuklearversuche unternehmen. Der von den Militärs eingesetzte Außenminister, Abdul Sattar, erklärte am Donnerstag in Islamabad, falls Indien einen Nukleartest unternehme, bevor der Atomteststopp-Vertrag in Kraft getreten sei, werde sich Pakistan nicht an einem eigenen Versuch hindern lassen.

Eine Atommacht wächst biologisch: Vor vierzig Jahren hatte Pakistan rund 50 Millionen Einwohner. "Heute sind es bereits 150 Millionen und nach Schätzungen der Vereinten Nationen werden es in weiteren 50 Jahren über 350 Millionen Pakistani sein", sagte Richard Benedick.

Eine Woche nach dem verheerenden Zyklon in Indien verhungern die Menschen im Katastrophengebiet oder fallen Durchfall-Epidemien zum Opfer. Die Deutsche Welthungerhilfe befürchtet, dass bis zu 50 000 Menschen durch den gewaltigen Wirbelsturm ums Leben kamen.

Südasien ist einer Untersuchung der Vereinten Nationen zufolge die korrupteste Region der Erde. Laut einer am Montag in New York vorgestellten Studie des UN-Entwicklungsprogramms (UNDP) über die Lage in Südasien gehören Bangladesch, Indien, Nepal, Pakistan und Sri Lanka zu den "am schlechtesten regierten Ländern der Erde".

Früher, Ende der 70er, als der damals 21-Jährige zum ersten Mal vor der Kamera stand, war in der Welt des Films noch alles ganz einfach: Eine junge Türkin verliebte sich in einen Deutschen, gespielt von Herbert Grönemeyer; die Mutter weinte, der Vater tobte. Tayfun Bademsoy in der Rolle des großen Bruders schwor Rache, ging auf Grönemeyer los.

Nach der Ankündigung des pakistanischen Militärmachthabers General Musharraf, das Land zur Demokratie zurückzuführen, haben die USA und Japan einen Zeitplan verlangt. Der US-Botschafter in Islamabad, Milam, sagte am Montag, es sei enttäuschend, dass Musharraf keinen Zeitplan vorgelegt habe.

Wenn es einen Konflikt gibt, der eine zentrale Rolle in der militärischen Karriere von General Pervez Musharraf gespielt hat, ist es der Kaschmir-Konflikt. Der Krieg um die zwischen Pakistan und Indien umstrittene Himalaya-Region brachte ihm bereits 1965 allerlei militärische Auszeichnungen ein, die seinen Ruhm begründeten.

Nach dem Putsch der Militärs in Pakistan fürchtet die internationale Staatengemeinschaft einen atomaren Konflikt zwischen Indien und Pakistan. Der nukleare Wettbewerb in der Region geht eigentlich bis ins Jahr 1964 zurück, als China den ersten Nukleartest durchführte.

Von Armin Lehmann

Der Westen ist entsetzt, in Pakistan überwiegt die Zustimmung. Der Westen sieht im Putsch einen herben Rückschlag für die Demokratisierung des Landes, die erst seit elf Jahren wieder im Gang war.

Begleitet von Zweifeln hinsichtlich der Stabilität seiner zukünftigen Regierung hat Indiens Regierungschef Atal Behari Vajpayee am Freitag erste Gespräche mit seinen Bündnispartnern aufgenommen. Die absolute Mehrheit der Parlamentssitze, die sein Bündnis errungen hat, werde für eine stabile Regierung sorgen, zeigten sich Sprecher von Vajpayees nationalistischer Hindu-Partei BJP zuversichtlich.

Bei der Parlamentswahl in Indien hat die regierende Koalition unter Premierminister Vajpayee erneut die absolute Mehrheit erreicht. Die nationalistische Hindu-Partei BJP und ihre Bündnispartner hatten am Donnerstag, einen Tag nach Beginn der Auszählung der Stimmen, die erforderlichen 273 Sitze beisammen.

Universitäten in Berlin und Addis Abeba kooperieren bei der Zusatzausbildung für TierärzteHeiko Schwarzburger Wenn er spricht, bleiben Prabhakar Pathaks Züge unbewegt, nur die Augen verraten sein Interesse. Der gebürtige Nepalese öffnet die Hände, als wollte er ausholen: "Sehen Sie, bei uns gehen vierzig Prozent der Nutztiere durch Krankheiten verloren", sagt er.

Die pakistanische Regierung sieht die Friedensgespräche mit dem Erzfeind Indien gefährdet. Ministerpräsident Sharif sagte am Donnerstag bei der Trauerfeier für die 16 Opfer des Abschusses eines Aufklärungsflugzeuges, das Nachbarland habe mit dem Angriff auf die Maschine am Dienstag gegen alle Prinzipien und Abkommen sowie gegen internationales Recht verstoßen.

Mehr als 24 Stunden nach dem schweren Zugunglück in Indien haben die Rettungskräfte fast jede Hoffnung aufgegeben, in den Trümmerhaufen noch Überlebende zu entdecken. Bis Dienstagnachmittag wurden an der Unglücksstelle in der ostindischen Stadt Gaisal nach amtlichen Angaben 254 Tote geborgen.

Die 191 Mitgliedsstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben Mitte Mai eine Resolution verabschiedet, die die Vernichtung der letzten Vorräte an Pockenviren auf das Jahr 2002 verschiebt (ursprünglich war der 30. Juni dieses Jahres vorgesehen).

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