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Thema

Indien

Die größte moslemische Rebellengruppe in Kaschmir hat am Donnerstag die indische Regierung ultimativ aufgefordert, binnen fünf Tagen Verhandlungen über das umstrittene Himalaja-Gebiet aufzunehmen. Einen Tag nach der Massakerserie mit 101 Toten im indischen Unionsland Jammu-Kaschmir sagte der Chef der Hezb-ul Mujahedeen, Sayed Salahuddin, seine Organisation werde die bewaffneten Aktionen wieder aufnehmen, falls Indien nicht bis Dienstagnachmittag (Ortszeit) zu Dreiparteiengesprächen - also unter Einbeziehung Pakistans - bereit sei.

Am Montag hat ein Indonesier als erster Ausländer die Green Card erhalten. Das war ein Medienereignis, ist der Indonesier doch einer jener 20 000 erhofften Computerspezialisten, die den Deutschen auf die Sprünge helfen sollen, um dem akuten Mangel an IT-Fachleuten abzuhelfen.

Bei den Berliner Arbeitsämtern liegen derzeit zehn Anträge auf "Green Cards" für ausländische Computerspezialisten vor. Allein vier IT-Fachkräfte - zwei aus Polen sowie jeweils einen Spezialisten aus Indonesien und China - will Siemens nach Berlin holen.

Von Sigrid Kneist

Der erste "Computer-Inder" ist ein Indonesier mit deutscher Ausbildung: Harianto Wijaya, 25 Jahre alt und Diplom-Informatiker mit der Traumnote 1,0 lächelt schüchtern, als Arbeitsminister Walter Riester (SPD) ihm strahlend eine Green Card überreicht. Das graue Formblatt mit einem Stempel der Bundesregierung bedeutet für Wijaya eine fünfjährige Arbeitserlaubnis und soll laut Riester "die Tür aufstoßen" für Computerfachleute aus aller Welt.

Eine Attraktion der derzeitigen Architekturbiennale in Venedig ist die gigantische Videoprojektion, die über 280 Meter Länge Alltagsszenen aus den Megastädten dieser Erde zeigt. "Mega" ist alles an diesen Zusammenballungen, die Zahl der Einwohner, die Verkehrsdichte, der Abfall; zunehmend auch die Anzahl und Höhe ihrer Hochhäuser.

Von Bernhard Schulz

Beim Absturz eines Passagierflugzeugs auf ein dicht besiedeltes Wohngebiet sind in Indien mindestens 57 Menschen ums Leben gekommen. Die Maschine der indischen Fluggesellschaft Alliance Air verunglückte am Montagmorgen beim Landeanflug rund zwei Kilometer vor dem Flughafen der Stadt Patna im Bundesstaat Bihar.

Wozu nach Lateinamerika ziehen, wenn der Markt im Osten doch so groß und so nah ist? Diese Frage stellen sich immer mehr deutsche Unternehmer, wie die jüngsten Statistiken belegen: In diesem Jahr sind die Deutschen nach Angaben des Ibero-Amerika-Vereins in der Rangfolge ausländischer Investoren in Lateinamerika von Platz zwei auf Platz fünf abgerutscht - sie haben anderswo mehr investiert.

Von Vanessa Liertz

Den ersten Verdacht hatte ein Rauschgiftspürhund des Zolls am Flughafen Tegel: Er schnüffelte am Donnerstag auffällig am Gepäck einer 36-jährigen Frau, die aus Indien gekommen war. Diese gab zunächst nur zu, dass sie T-Shirts zum Verkauf in Berlin mitgebracht hatte, räumte nach einigem Zögern aber ein, dass sie auch 2,5 Kilo Walnüsse im Reisegepäck hatte.

Es war Kirtee Shah von der "Habitat International Coalition" aus Indien, der am Ende der "Urban 21" das Verhältnis der Städte zueinander auf den Punkt brachte: "Es sind die Kinder in Mumbai und Neu Delhi, die leiden, aber die Ursachen werden in den Finanzhauptstädten, in New York und London produziert." Eine einfache Weisheit, aber in der drei Tage dauernden Konferenz der Weltstädte, die das Bundesbauministerium in Berlin ausrichtete, waren zumeist andere Töne angeklungen.

Bundesaußenminister Joschka Fischer ist bei seiner ersten Asienreise in Indien mit Ängsten junger Computerexperten vor mangelnder Akzeptanz in Deutschland konfrontiert worden. "Würden wir uns überhaupt in Deutschland wohl fühlen?

Die Sache mit der Green Card hat Ende Februar in Hannover angefangen, auf der Computermesse Cebit. Eine ganze Halle für den Kanzler, der den Vertretern der aufstrebenden Kommunikationsbranchen etwas zu sagen hatte.

Von Tissy Bruns

Die großen Trends erkennen - und damit Geld verdienen. Für Stefan Grün, Anlageexperte bei der DWS, der Investmentfondsgesellschaft der Deutschen Bank, ist es gerade in turbulenten Börsenzeiten besonders wichtig, die entscheidenden Zukunftsentwicklungen nicht aus den Augen zu verlieren.

Der Chef des Berliner Biotech-Unternehmens Mologen über den Aktien-Boom, Patente und die Kosten der Hightech-MedizinBurghardt Wittig (52), Biotech-Unternehmer, lehrt nach Forschungsaufträgen in den USA und in Japan seit 1989 als Professor für Molekularbiologie und Bioinformatik an der FU Berlin. Er entwickelte ein neuartiges Verfahren zur genetischen Impfung, das der Vorbeugung von Infektionskrankheiten und Krebs dienen soll.

Vier Länder des südlichen Afrika hatten sich auf der Artenschutzkonferenz in Nairobi für eine weltweite Freigabe des Handels mit Elfenbein stark gemacht, Tierschützer und die Länder Kenia und Indien hatten gegen dieses Ansinnen heftig protestiert. Mit einem überraschenden Kompromiss endete jetzt die Debatte über dieses Streitthema: Zunächst soll ein Kontrollsystem eingeführt werden, mit dem ein sehr beschränkter Elfenbeinhandel überwacht wird.

Von Christoph Link

Der indische Informatiker Prafull Sharma kennt keine Landsleute, die es nach Deutschland ziehtTilmann Warnecke Was denken wohl andere Menschen über uns? - In der Rubrik "Gästebuch" werfen ausländische Gast-Studierende einen kritischen Blick auf die deutschen Unis.

Von Tilmann Warnecke

Die Bedingungen der Green Card für bis zu 20 000 ausländische Software-Experten soll nach Angaben von Bundeswirtschaftsminister Werner Müller mit der Industrie entwickelt werden. Müller sagte nach einer Konferenz mit dem indischen Finanzminister Yashwant Sinha am Dienstag in Berlin, bisher seien noch keine befriedigenden Kriterien gefunden worden, die den Anforderungen der deutschen Wirtschaft genügen würden.

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