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Thema

Irland

Der Inhalt von dreihundert Millionen Dosen Red Bull verschwindet jährlich hinter britischen Kehlen - das ist nahezu ein Drittel des Weltexportes des österreichischen Erfrischungsgetränks. Nun wird es manchen Genießern des "Power Drinks" etwas mulmig: In großer Aufmachung berichten britische Zeitungen über den Tod von drei jungen Schweden.

Von Hendrik Bebber

Nordirland ist nicht Nahost. Die handgreiflichen Nachrichten aus dem Nordostzipfel Irlands könnten das Gefühl wecken, alles sei verloren, aber das würde der komplexen Wirklichkeit kaum gerecht.

Am 10. April 1998, an einem klirrend kalten Frostmorgen, einigte sich die überwiegende Mehrheit der nordirischen Parteien mit den Regierungen des Vereinigten Königreichs und der Republik Irland auf einen historischen Neubeginn: Eine breite Koalition sollte Nordirland innerhalb des Vereinigten Königreichs einvernehmlich verwalten, aber die Zugehörigkeit zur irischen Insel sollte sich in einer engen Zusammenarbeit mit der benachbarten Republik ausdrücken.

Die unlängst geforderte Einführung einer Europa-Steuer steht offenbar zurzeit nicht auf der Tagesordnung der EU-Finanzminister. Irland, Großbritannien, Holland und Schweden lehnen eine eigene Einnahmequelle für die Europäische Union entschieden ab.

Zum Thema Online Spezial: Die Debatte um die Gentechnik Die Genforschung bleibt in Deutschland in der Diskussion. Zurzeit geht es vor allem um die Forschung an embryonalen Stammzellen.

Ob die Kronprinzenbrücke, die U-Bahnlinie 2, das Wissenschaftszentrum Adlershof, die Museumsinsel oder die Stadtumgehung von Köpenick - ohne Brüsseler Fördergelder bliebe in Berlin etliches auf der Strecke. Schwer auszudenken, wie sich der ohnehin schleppende Aufbau Ost gestalten würde - ohne EU-Strukturhilfen, ohne Zuschüsse für Werften, Fahrradwege oder Kläranlagen.

Wenn Diplomaten Erstaunen über eine Meinung äußern, dann soll in der Regel signalisiert werden, dass sie diese für völligen Blödsinn halten. An der Reaktion deutscher Diplomaten auf eine Interviewäußerung des EU-Kommissionspräsidenten Romano Prodi ist zu erkennen, wie sehr sie diese verurteilen.

Für "Himmel unter der Stadt" ist er in die New Yorker U-Bahn-Schächte hinab gestiegen. Dort hat er, wie kürzlich in einem Interview zu lesen war, Zigaretten verteilt, die wichtigste Währung der dort unten lebenden Underdogs.

Von Ulrike Baureithel

Die Alarmzeichen mehren sich: Deutschland tut zu wenig für die Bildung. Nach dem jüngsten Bildungsbericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, OECD, der am Mittwoch in Paris vorgestellt wurde, zeigt sich das besonders deutlich im Hochschulbereich.

Von Bärbel Schubert

Die Europäische Union hält am Fahrplan für ihre Erweiterung fest und lehnt deshalb Nachverhandlungen zum Vertrag von Nizza ab, dem die Iren in einer Volksabstimmung eine Absage erteilt haben. Die EU-Außenminister erklärten am Montag in Luxemburg, ihre Regierungen wollten mit der Ratifizierung des Vertrags fortfahren, der die Basis für die Erweiterung legt.

Es war ein unerwartet lauter Donnerschlag, der gestern abend aus Dublin nach Brüssel hinüberschallte: Die irischen Wähler lehnen den Vertrag von Nizza, der die Osterweiterung der Europäischen Union und die dafür notwendigen institutionellen Reformen regelt, ab. Die Signale für ein knappes Ergebnis waren schon seit einiger Zeit hörbar, aber sowohl die irische Regierung wie auch die Brüsseler Behörden schienen taub für das Risiko einer Abfuhr.

Gäbe es eine europäische Bundesliga des Wirtschaftswachstums, Deutschland wäre in akuter Abstiegsgefahr. Nur noch 2,6 Prozent betrug das Wachstum im vierten Quartal 2000 gegenüber dem Vorjahr - damit war laut Eurostat von den 15 EU-Mitgliedern nur Dänemarks Volkswirtschaft in einer schlechteren Verfassung.

Von Carsten Brönstrup

Die Hiobsbotschaft, vor der sich die Republik Irland seit einem Monat fürchtet, kam am Donnerstagmittag: Der erste Fall von Maul- und Klauenseuche wurde in einer Schafherde in der Grafschaft Louth bestätigt. Die vorsorglich bereits am Mittwoch geschlachteten Tiere befanden sich unmittelbar an der Grenze zu Nordirland, nur wenige Kilometer vom einzigen nordirischen Seuchenfall in der Grafschaft Armagh entfernt.

Ein Übergreifen der Maul- und Klauenseuche auf Deutschland ist nach Ansicht von Politikern und Wissenschaftlern nach dem Auftreten in den Niederlanden so gut wie unausweichlich. Bund und Länder verstärkten am Donnerstag die Vorkehrungen für den Fall des Ausbruchs der hoch ansteckenden Tierkrankheit.

Martin Kohlhaussen, der amtierende Commerzbankchef, ist vom irischen Finanzminister Charlie McCreevy in die Kommission des neuen staatlichen Pensionsfonds in Irland berufen worden. Die Kommision ist verantwortlich für die Festlegung einer Investmentstrategie und das Management des Fonds, der im vergangenen Jahr vom irischen Parlament gegründet wurde.

Die seit mehreren Wochen in Großbritannien grassierende Maul- und Klauenseuche (MKS) wirkt sich zunehmend belastend auf den Sport in Europa aus. Vor allem in Irland ist mittlerweile fast der gesamte Wettbewebsbetrieb lahmgelegt.

Die Helm-Affäre kommt Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher teuer zu stehen. 250 000 Mark pro Tag muss der Kerpener nach einem Brüsseler Gerichtsurteil zahlen, falls er nicht sofort wieder den Kopfschutz von "Sports Europe - Bell Racing" trägt.

Die Kommission der Europäischen Union hat einen Sieben-Punkte-Plan zur Bewältigung der BSE-Krise vorgelegt, der am heutigen Montag im EU-Agrarministerrat diskutiert werden soll. Zwar werden die Landwirtschaftsminister der EU vermutlich keine Beschlüsse fassen.

Von Dagmar Dehmer

Es scheint, als messe die Europäische Union mit zweierlei Maß: einem für die größeren und einem für die kleineren Mitgliedstaaten. Das bedroht die EU weit mehr als die "Inflation" in Irland.

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