• Autobahnbrücke nahe BER von „Betonkrebs“ befallen: Nach zwölf Jahren schon ein Sanierungsfall

Autobahnbrücke nahe BER von „Betonkrebs“ befallen : Nach zwölf Jahren schon ein Sanierungsfall

Die Autobahnbrücke ist erst zwölf Jahre alt - und muss dennoch saniert werden. Sechs Wochen gibt es große Einschränkungen auf der A113 in Adlershof.

Vorsicht, Bauarbeiten. Auf der A113 droht Stau, weil eine Brücke saniert werden muss.
Vorsicht, Bauarbeiten. Auf der A113 droht Stau, weil eine Brücke saniert werden muss.Foto: Frank Sorge/imago

Die Arbeiten beginnen mit einer nächtlichen Vollsperrung: Wie die  Verkehrsinformationszentrale mitteilte, wird die Autobahnbrücke an der Anschlussstelle Adlershof bis Anfang September saniert. In der Nacht von Montag (20. Juli) zu Dienstag von 22 bis 5 Uhr ist die A113 stadteinwärts zwischen den Anschlussstellen Schönefeld-Nord und Stubenrauchstraße gesperrt.

In der folgenden Nacht zu Mittwoch ist wird die A113 stadtauswärts gesperrt.

Während der gesamten etwa sechswöchigen Bauzeit bis 2. September gibt es zwischen Stubenrauchstraße und Schönefeld-Nord in beiden Richtungen nur je zwei Spuren. Mit Stau ist zu rechnen. (wo sonst noch gebaut wird wird, ist hier nachzulesen)

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In Adlershof gibt es in den kommenden Wochen weitere Einschränkungen: So sind drei der vier Zufahrten gesperrt. Nur die Abfahrt zum Ernst-Ruska-Ufer in Fahrtrichtung stadtauswärts ist frei.

Die Umleitung für die A113
Die Umleitung für die A113Grafik VIZ

Umleitungen durch Neukölln für die nächtlichen Vollsperrungen sind ausgeschildert.

Diagnose: "Betonkrebs"

Nach Angaben der Verkehrsverwaltung leidet der Beton der 2008 eröffneten A113 an einer Alkali-Kieselsäure-Reaktion, dem so genannten „Betonkrebs“. In den vergangenen Jahren sind bereits die anderen Anschlussstellen saniert worden. Die Kosten trägt der Bund, es ist ja eine Autobahn.

Prominentestes Problem ist die Rudolf-Wissell-Brücke im Zuge der A100: Bekanntlich soll Berlins längste und am stärksten befahrene Brücke in diesem Jahrzehnt abgerissen und neu gebaut werden – komplett. Das fast ein Kilometer lange Bauwerk ist 1961 eröffnet worden, der Beton ist irreparabel geschädigt.

Weitere Brücken sind einsturzgefährdet

Viele Brücken in Berlin sind marode, müssen saniert, manche sogar komplett neu gebaut werden - aus den unterschiedlichsten Gründen. Mehrere Brücken sind wegen Einsturzgefahr gesperrt, so die Salvador-Allende-Brücke in Köpenick und eine Hälfte der Elsenbrücke über die Spree zwischen Treptow und Friedrichshain. Auch die Mühlendammbrücke zwischen Fischerinsel und Molkenmarkt in Mitte soll völlig neu gebaut werden.

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