Berlin-Kreuzberg : U-Bahnhof Schönleinstraße wird saniert

Die Berliner Verkehrsbetriebe wollen den U-Bahnhof Schönleinstraße modernisieren. Sie rechnen mit mindestens vier Jahren Bauzeit. 2020 geht es los.

Bekommt eine Generalüberholung: Der U-Bahnhof Schönleinstraße.
Bekommt eine Generalüberholung: Der U-Bahnhof Schönleinstraße.Foto: Kai-Uwe Heinrich

Er ist einer der schlimmsten Bahnhöfe Berlins – doch 2020 sollen endlich die Sanierungsarbeiten beginnen: Fast vier Jahre werde es dauern, den U-Bahnhof Schönleinstraße an der Grenze von Kreuzberg zu Neukölln auf Vordermann zu bringen, sagte ein BVG-Sprecher.

Die Arbeiten, die größtenteils bei laufendem Betrieb und nachts stattfinden sollen, sind seit längerem geplant. Dabei müsse berücksichtigt werden, dass der U-Bahnhof denkmalgeschützt ist. Ein Aufzug werde aber dennoch eingebaut, um den Bahnhof barrierefrei zu machen. 

Reisende fühlen sich dort unsicher

Dass die komplette Station einer Grundinstandsetzung bedarf, vermuten Reisende seit langem. Auch Tagesspiegel-Leser hatten immer wieder den schlechten Zustand des Bahnhofs beklagt: Überall liege Müll herum, es stinke nach Urin und man fühle sich dort alles andere als sicher.

Erst vor wenigen Wochen war dort am helllichten Tag ein 29-Jähriger mit einem Messer attackiert worden. Für Schlagzeilen sorgte ein brutaler Zwischenfall vor drei Jahren: An Weihnachten 2016 hatten mehrere Jugendliche versucht, einen Obdachlosen, der auf einer Bank in der U-Bahnstation schlief, anzuzünden. Nur durch das beherzte Eingreifen anderer Fahrgäste konnte Schlimmeres verhindert werden.

Dass die Sicherheit durch die Sanierung des U-Bahnhofs größer werde, könne man nicht behaupten, sagte ein BVG-Sprecher. Aber das Sicherheitsempfinden der Menschen erhöhe sich meist, wenn Bahnhöfe neu und modern seien. Außerdem sei auch der U-Bahnhof Schönleinstraße mit Überwachungskameras ausgestattet.

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