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Vorrang für Radler: So sollen Fahrradstraßen in Berlin nach den Vorstellungen von Fahrrad-Aktivisten aussehen.
© Simulation: Volksentscheid Fahrrad/Jan Evertz

Baustart mit einem Jahr Verzögerung: Stargarder Straße in Prenzlauer Berg wird zur Fahrradstraße

Die Stargarder Straße in Berlin soll nun wirklich zur Fahrradstraße werden. Autos sollen mit Einbahnstraßen eingebremst werden.

Von Christian Hönicke

Mit mehr als einem Jahr Verzögerung soll die Umwandlung der Stargarder Straße in Prenzlauer Berg zur Fahrradstraße nun tatsächlich beginnen. Die Bauarbeiten würden noch im Juli starten, teilt das Bezirksamt mit: „Abgeschlossen werden die Arbeiten voraussichtlich im November dieses Jahres.“

Der Plan sieht vor, die Stargarder Straße zu „aufeinanderstoßenden“ Einbahnstraßen umzugestalten, um den Durchgangsverkehr zu unterbinden. Der macht nach Berechnungen des Bezirksamts dort 75 Prozent aus. So darf man bald per Auto manche Bereiche der Stargarder nur noch in Richtung Osten, andere dafür nur in Richtung Westen befahren.

[Dieser Text stammt aus dem Pankow-Newsletter vom Tagesspiegel. Den kompletten Pankow-Newsletter gibt es kostenlos unter leute.tagesspiegel.de]

Nur Radfahrende dürfen künftig in beide Richtungen durchrollen. Sie haben dabei dann stets Vorfahrt (bisher gilt dort meist rechts vor links). Auf einigen bisherigen Auto- sollen außerdem Fahrradparkplätze entstehen. Für das Gewerbe sollen auf Antrag spezielle Lieferzonen eingerichtet werden können.

Nun soll es damit tatsächlich losgehen. „Vorgesehen sind zum einen umfangreiche Beschilderungs- und Markierungsarbeiten“, erklärt Bezirksstadtrat Vollrad Kuhn (Grüne) dazu. Außerdem soll die Straße abschnittsweise neu asphaltiert werden. Darüber hinaus soll der Fußgängerüberweg an der Kreuzung Stargarder / Dunckerstraße sicherer gestaltet werden.

Künftig wird die Stargarder Straße dann ein Teil der Fahrradroute TR2 sein, die von Jungfernheide bis nach Alt-Hohenschönhausen führt. Sie besitzt somit „eine übergeordnete, stadtweite Bedeutung für die Weiterentwicklung des Radverkehrs“, so das Bezirksamt.

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