
© IMAGO/Bernd Elmenthaler
Der prominente Wochenrückblick : Herbert Grönemeyer hat keinen Bock auf Angela Merkel
In der vergangenen Woche spielte Kai Wegner Tennis, während sich namenlose Skispringer den Penis aufpumpten und Heidi Klum ein Lied sang. Kommunikativ enttäuscht haben ein Sturmtief und die Ex-Kanzlerin.
Stand:
Wintereinbruch, auch bei den Promis. Aktuell ist dabei noch nicht ganz klar, wer in der vergangenen Woche mehr enttäuscht hat, Sturmtief Elli oder Berlins Regierender Kai Wegner. Letzterer jedenfalls weiß offenbar nicht, wie mannigfaltig die Möglichkeiten sind, sich bei eisigen Temperaturen körperlich zu betätigen. Er spielte Tennis.
So oder so zog Wegner in Sachen Sport-Skandal rückblickend doch den Kürzeren. Für die ganz großen Schlagzeilen sorgte nämlich die Skispringer-Szene. Weil es hier oft um Millimeter geht und da, so ein pikantes Gerücht, auch die Größe des Genitals ausschlaggebend ist, spritzt sich so manch ein Athlet Hyaluronsäure in die Weichteile.
Heidi Klum geht fremd
Die Erklärung dafür ist mindestens ebenso albern wie der Umstand selbst: Um das sogenannte Schrittmaß zu ermitteln, wird vor der Saison jeder Springer mit einem 3D-Scanner vermessen. Dieser Wert wird dann als Grundlage für die Anzuggröße genommen. Weil das Maß am untersten Punkt im Genitalbereich ansetzt, wird offenbar versucht, diesen Punkt nach unten zu verschieben. Gelingt das, wird Mann mit mehr Anzugfläche belohnt – das soll Vorteile im Auftrieb bringen. Was an der Geschichte dran (beziehungsweise drin) ist und was nicht, bleibt Spekulation.
Sozusagen im Dauerauftrieb ist und bleibt auch im noch jungen Jahr 2026 Heidi Klum. Inwieweit sie sich künstlich aufblasen lässt, wissen wir zwar auch nicht so ganz genau, komplett natürlich geht es bei folgender Kunde ihre Person betreffend aber mit Sicherheit nicht zu.
Das Model versuchte sich wohl wieder in der Musik. Das schrieb sie jedenfalls auf Instagram. Nach „Wonderland“ (Wunderland), „Chai Tea with Heidi“ (Chai-Tee mit Heidi) und „Sunglasses at Night“ (Sonnenbrille in der Nacht) soll ihr neuer und somit bereits vierter Song „Red Eye“ (Rotes Auge) heißen.

© IMAGO/BREUEL-BILD/imago
Interessanterweise trennt sie bei ihren musikalischen Ambitionen seit Neuestem Berufliches von Privatem – denn es sei nicht ihr Gatte und Tokio Hotel-Gitarrist Bill äh Tom Kaulitz, der das Lied produzierte, sondern der US-DJ Diplo.
Wer das Ergebnis jetzt unbedingt hören will, hat Pech gehabt: Das Lied soll erst im Frühjahr veröffentlicht werden. Das ist insofern seltsam, als sie ihre vergangenen zwei Kompositionen jeweils auch als Titelsong für die Sendung „Germany’s Next Topmodel“ nutzte und somit den Ohrwurm ihren Fans sozusagen aufzwang. Die neue Staffel wird aber schon im Februar starten, also noch vor dem Frühjahr.
Schlechte Kommunikation oder keine Kommunikation
Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis Klum nicht mehr Nachwuchsmodels, sondern Stimmwunder castet. Wie schon geschrieben: Das Jahr ist noch jung. Ob sich Kollege Herbert Grönemeyer dann überreden lässt, Teil des Juroren-Panels zu sein, ist fraglich. Offenbar ist der Männer-Sänger ganz gut darin, Einladungen auszuschlagen.
In einem Interview für das Format „Berlin Sounds Inside“ kritisierte er die aus seiner Sicht schlechte Kommunikation von Angela Merkel. Ausgangspunkt dafür war eigentlich ein Lob die sogenannte Willkommenskultur 2015 betreffend: „Ich glaube, dass wir uns manchmal gar nicht bewusst sind, bei allem, was das an Komplexität mit sich bringt und gebracht hat, was das für eine enorme humanistische Leistung war, von Deutschland, von den Menschen hier in Deutschland.“
Ich wollte mich mit der nicht unterhalten
Herbert Grönemeyer über Angela Merkel
Er wollte dabei aber nicht die Probleme wegreden, für die er Merkel mitverantwortlich macht. Aus seiner Sicht hätte sie „ununterbrochen“ kommunizieren müssen: „Was sind die Probleme? Was haben wir geschafft? Wie weit sind wir?“
Die Gesellschaft hätte dann gesagt: „Ihr nehmt uns ernst, wir verstehen das, wir sind Teil des Ganzen.“ Seine Analyse: „Wenn man das nicht erklärt, nimmt man uns nicht ernst und hält uns alle für ein bisschen dämlich. Und das ist eine Unverschämtheit.“ Durch Merkels fehlende Kommunikation sei eine Lücke entstanden, in die „die Populisten“ nachgerückt seien.
Auf die Frage, ob das der Grund für mehrere ausgeschlagene Einladungen ins Kanzleramt gewesen sei, ist Grönemeyers klare Antwort: „Ja. Ich wollte mich mit der nicht unterhalten.“ So viel zur guten Kommunikation.
- showPaywall:
- false
- isSubscriber:
- false
- isPaid: