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Schülerinnen und Schüler demonstrieren mit Protestplakaten während des Fridays for Future-Klimastreiks in Berlin.

© picture alliance/dpa

Klimastreik in Berlin: Hier wird am Freitag fürs Klima demonstriert

Von Klimastreik bis Rave: Am Freitag dürfte es in Berlin wegen vieler Klima-Aktionen eng auf der Straße werden. Autofahrer müssen mit größeren Behinderungen rechnen.

10.000 Demonstranten sind bei der Polizei angemeldet – es dürften angesichts der Vielzahl der Aufrufe deutlich mehr werden. Dem Aufruf der „Fridays for Future“-Bewegung haben sich zahlreiche Organisationen, Parteien und Gewerkschaften angeschlossen, um fürs Klima auf die Straßen zu gehen – wie viele Menschen weltweit. Die Berliner Demonstration beginnt um 12 Uhr am Brandenburger Tor und führt durch das Regierungsviertel.

Bereits im Berufsverkehr fahren circa 150 bis 200 Fahrradfahrer am Berliner Ernst-Reuter-Platz im Kreis. Autos fahren immer mal wieder vereinzelt in den Kreisverkehr, aber Durchkommen ist schwierig.

Ab 15 Uhr will die Berliner Club- und Partyszene vom Potsdamer Platz zum Alexanderplatz ziehen. 6000 Menschen sind bei der Polizei angemeldet, die diese Zahl für zu hoch hält. Allerdings rechnet sie mit Behinderungen für den Berufsverkehr, weil es über Leipziger, Wilhelm-, Kochstraße, Mühlendamm, Spandauer und Karl-Liebknecht-Straße geht.

Allerdings gibt es nach Meinung der Polizei auch andernorts Behinderungen – allein schon wegen der Vielzahl und der Dauer der Demos und Kundgebungen. So sind mehrere Aufzüge zum Brandenburger Tor geplant, um sich dort der großen Kundgebung anzuschließen. „Es ist unsere Aufgabe, die Behinderungen so gering wie möglich zu halten“, sagte ein Sprecher der Polizei.

Spontane Blockaden in Berlin geplant

Klimaaktivisten haben zudem spontane Blockaden angekündigt. Die Gruppe „Extinction Rebellion“ will nach eigenen Angaben an diesem Freitag „strategisch wichtige Punkte in der Hauptstadt Berlin blockieren“. Der Große Stern könnte ein Ziel sein, heißt es in Sicherheitskreisen.

Kein Durchkommen für Autos am Ernst-Reuter-Platz.

© REUTERS/Fabrizio Bensch

„Demonstrationen reichen nicht aus. Die Geschichte zeigt: Friedlicher ziviler Ungehorsam ist ein wirksames und legitimes Mittel um gesellschaftliche Veränderungen herbeizuführen“, sagte Annemarie Botzki von „Extinction Rebellion“ (zu Deutsch: Rebellion gegen das Aussterben). Die Gruppe hatte Mitte April dieses Jahres die Oberbaumbrücke besetzt.

Längere Zeit standen Autofahrer im Stau, bis die Polizei die etwa 100 bis 200 Sitz-Blockierer weggetragen hatte. Eine zweite Aktion an der Jannowitzbrücke hatte die Polizei gerade noch verhindern können. Die Gruppe will mit ihrem „Ungehorsam“ die „globale Klimakatastrophe in den Fokus rücken sowie den Druck auf die Regierung erhöhen“.

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Orte „wo es den Autofahrern weh tut“

Dem Landeskriminalamt seien die Blockade-Aufrufe bekannt, sagte ein Polizeisprecher. Da die Gruppe bislang nicht durch Gewalt aufgefallen seien, bleibe man sehr gelassen. Wasserwerfer werden ganz sicher nicht eingesetzt gegen Blockierer, sagte ein Sprecher. Zu erwarten sei, dass sich die Gruppe Orte suchen wird, „wo es den Autofahrern weh tut“. Der Freitag soll letztlich nur ein Vorgeschmack sein. Auf ihrer Internetseite ruft „Extinction Rebellion“ dazu auf, ab dem 7. Oktober „zu Tausenden die Straßen und Plätze in Berlin und in anderen Städten der Welt zu blockieren“.

Am Sonnabend geht es in der deutschen Demo-Hauptstadt weiter. Dann ist „Marsch für das Leben“. Wie in jedem Jahr rufen linke und linksextremistische Gruppen zu Blockaden des Aufzugs der Abtreibungsgegner auf. Für die Polizei wird der Tag deutlich schwieriger. Wegen rigoroser (Gitter-)Absperrungen, die beide Lager trennen sollen, gibt es große Behinderungen im Regierungsviertel und in der City Ost.

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