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Kampf gegen Malaria : EU-Fonds zur Forschungsförderung kommt nach Berlin

Jedes Jahr sterben weltweit 400.000 Menschen an Malaria. Mit einem EU-Förderprogramm soll nun ein Forschungszentrum in Berlin entstehen.

Eine Stechmücke "Anopheles quadrimaculatus", die Malaria übertragen kann.
Eine Stechmücke "Anopheles quadrimaculatus", die Malaria übertragen kann.Foto: EPA/U.S. Centers for Disease Control and Prevention/dpa

Die Europäische Union (EU) will nach Tagesspiegel-Informationen in Berlin eine Förderorganisation zur Malaria-Forschung aufbauen. Mithilfe eines EU-Förderprogramms sollen von der deutschen Hauptstadt aus neue Malaria-Medikamente entwickelt werden. Ein entsprechender EU-Fonds samt Verwaltern soll in Berlin seinen Sitz erhalten.

Der Fonds soll Forscher mit Wagniskapital ausstatten. Die konkrete Entwicklung neuer Arzneien kann den Planungen zufolge dann auch in anderen Städten erfolgen. Berlins Mediziner hoffen jedoch, dass das Zentrum die Aufträge vorrangig an Berliner Pharmafirmen und Hochschulen vergibt.  

Die zuständigen Organisatoren wollen das Projekt an diesem Dienstag beim in Berlin-Friedrichshain tagenden World Health Summit vorstellen. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte auf Anfrage, er begrüße die EU-Entscheidung - der Fonds passe zu Berlins Anspruch, internationale Gesundheitsmetropole zu sein.

Jedes Jahr sterben weltweit 400.000 Männer, Frauen und Kinder an Malaria - meist in den Tropen. Allerdings breitet sich Malaria in Folge des Klimawandels nach Norden aus. Zudem sind die Parasiten, die die Infektionskrankheit verursachen, gegen viele der bislang üblichen Medikamente resistent.

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