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Wer im Urlaub sein Auto am BER in Schönefeld lassen will, sollte früh einen Parkplatz buchen. 
© Sören Stache/dpa

Mindestens 49 Euro pro Woche: Parkgebühren am BER steigen drastisch – Flughafen trotzdem im Mittelfeld

Das Parken am Berliner Willy-Brandt-Flughafen ist teurer geworden. Dennoch liegt der BER in einer bundesweiten Rangliste nur auf Platz acht.

Selbst die günstigsten Parkgebühren am Flughafen BER sind drastisch gestiegen, von zuletzt 25 Euro auf inzwischen mindestens 49 Euro pro Woche. Das geht aus einem aktuellen Parkgebühren-Ranking des Verbraucherschutzvereins Berlin/Brandenburg (VSVBB) hervor. Der BER landet unter 16 deutschen Airports damit bei Gebühren für terminalnahes Parken mittlerweile auf dem achten Platz und damit immer noch im Mittelfeld.

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Am teuersten ist selbst Günstig-Parken demnach am Flughafen Dortmund (Platz 16) mit mindestens 99 Euro pro Woche, am günstigsten wird man sein Auto für die Urlaubszeit an den Flughäfen Dresden und Leipzig los, für minimal 15 Euro pro Woche.

Vergleichsweise günstig ist auch Köln-Bonn mit minimal 29 Euro pro Woche. In Frankfurt am Main liegen die günstigsten Angebote demnach bei 65,30 Euro pro Woche, am Münchener Airport (Platz 14) sind es 87 Euro, in Hamburg 89 Euro (Platz 15).

Nach dem VSVBB-Ranking muss man im deutschen Durchschnitt aktuell 54 Euro pro Woche für den günstigsten terminalnahen Parkplatz zahlen. Deutschlandweit sind demnach im Vergleich zum Vorjahr die Parkpreise an den großen Airports um 16 Prozent erhöht worden. 

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Der Verbraucherschutzverein aus der Hauptstadtregion hat für seine Analyse jeweils die günstigsten Park-Angebote gesucht, und zwar für Parkplätze und Parkhäuser in Terminalnähe, also nicht weiter als 750 Meter entfernt. Beim BER ist das der so genannte "Early Bird"-Tarif, bei dem man frühzeitig und online das Parken des Autos bucht.

Wer das nicht im Vorfeld tut, wird kräftiger zu Kasse gebeten: Bei den Parkhäusern (1 bis 8) in der Nähe des Hauptterminals sind das der Flughafen-Homepage zufolge aktuell für eine Woche 199 Euro. Zum Vergleich: In Stuttgart, in dieser Kategorie teuerster Airport des Rankings, würden 294 Euro pro Woche fällig.

Es folgen Düsseldorf (266 Euro) und Hamburg (245 Euro) sowie Frankfurt (234 Euro) und Köln/Bonn (231 Euro). Auch die Preise für die teuersten Parkplätze hätten sich von durchschnittlich 143 Euro auf fast 177 Euro pro Woche erhöht, heißt es. 

Beim Kurzzeitparken liegt der BER im oberen Mittelfeld

Beim Kurzzeitparken (Kiss & Fly) unmittelbar am Terminal liegt der Berlin-Brandenburger Airport mit 12 Euro pro Stunde im oberen im Mittelfeld, in Stuttgart sind es 40 Euro, in Köln/Bonn 35 Euro und Düsseldorf 20 Euro, wobei die Gratisminuten jeweils unterschiedlich und teils Zusatzangebote wie die Nutzung von Lounges in den Gebühren enthalten sind.

Die VSVBB-Vorsitzende Angelika Menze empfiehlt, diese Kurzzeitparkzone Kiss&Fly nur zu nutzen, "wenn diese auch schnell wieder verlassen werden kann". 

Sei beispielsweise unklar, wann das Gepäck des Abzuholenden ankommt, so Menze, "sollte lieber ein Parkhaus am Flughafen angesteuert werden. Diese sind meist zwar etwas weiter vom Terminal entfernt, dafür aber im Normalfall auch deutlich günstiger." Das gilt für den Berlin-Brandenburger Airport wie für die anderen Flughäfen.

Allerdings steht der BER wegen der Finanzkrise zusätzlich unter Druck, seine Einnahmen zu erhöhen. Gerade erst haben Berlin, Brandenburg und der Bund eine neue Finanzspritze von 1,7 Milliarden Euro für den BER bewilligt.

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