Geschützter Fahrradstreifen, Ladezone, Parkverbot : Baustadtrat gibt Datum für Kottbusser-Damm-Umbau bekannt

Der Kottbusser Damm soll ab Sommer 2020 umgestaltet werden. Eine Fahrspur und der Parkstreifen sollen einem geschützten Radweg und einer Lieferzone weichen.

Die Situation für Fahrradfahrer auf dem Kottbusser Damm ist bis jetzt nicht gut. Das soll sich bald ändern.
Die Situation für Fahrradfahrer auf dem Kottbusser Damm ist bis jetzt nicht gut. Das soll sich bald ändern.Foto: Jörn Hasselmann

Parkende Autos sollen auf dem Kottbusser Damm ab Sommer 2020 einem geschützten Radstreifen weichen. Die viel befahrene Straße, die das Kottbusser Tor in Kreuzberg mit dem Neuköllner Hermannplatz verbindet, soll ab kommenden Sommer umgestaltet werden. Das verkündete Friedrichshain-Kreuzbergs Baustadtrat Florian Schmidt (Grüne) auf der Demonstration der Bürgerinitiative „autofreiberlin“ am Samstag am Kottbusser Tor. Links von den neuen Radstreifen sollen zudem Lieferzonen eingerichtet werden.

Parkplätze für Autos solle es auf dem aktuell sechsspurigen Kottbusser Damm keine mehr geben, sagte Schmidt auf der Demonstration. „Die können im Parkhaus am Hermannplatz parken.“ Dort sei aktuell viel Platz. Eine Stunde parken kostet dort aktuell 1,50 Euro, ein ganzer Tag 5 Euro.

Nach der Umgestaltung blieben auf dem Kottbusser Damm zwei statt vier Spuren für fahrende Autos erhalten. Die Straße ist stark frequentiert, auch von Radfahrern. Einen Radweg gibt es dort aktuell nicht. 2018 hatte es auf dem 950 Meter langen Kottbusser Damm zwei Unfälle mit Beteiligung eines Fahrrads gegeben.

[In unseren Leute-Newslettern aus den zwölf Berliner Bezirken befassen wir uns regelmäßig unter anderem mit Verkehrs-Themen. Die Newsletter für Neukölln und Kreuzberg können Sie hier kostenlos bestellen: leute.tagesspiegel.de]

Der Plan, über den Baustadtrat Schmidt am Samstag informierte, ist – im Gegensatz zu dem konkreten Umsetzungstermin – nicht neu: Die Bezirksverordnetenversammlung hatte die Änderung bereits 2017 beschlossen. Der Umbau solle, so heißt es in dem damaligen Beschluss, „schnellstmöglich“ umgesetzt werden.