„Kontraste“-Bericht : Monika Herrmann verteidigt Dealer im Görli

Keine Gruppe dürfe im Park diskriminiert werden, auch nicht die Drogendealer, sagte Herrmann in einem „Kontraste“-Beitrag vom Mittwoch.

Wo der Görlitzer Park nicht von Mauern begrenzt wird, soll zukünftig ein Zaun helfen
Wo der Görlitzer Park nicht von Mauern begrenzt wird, soll zukünftig ein Zaun helfenFoto: dpa/Paul Zinken

Keine Gruppe dürfe diskriminiert werden, heißt es im Handlungskonzept Görlitzer Park vom Mai 2016 und weiter: „keine den Park dominieren“. Doch genau das tun nach Ansicht mehrerer Anwohner in einem Beitrag der Sendung "Kontraste" vom Mittwoch die Drogendealer im Görlitzer Park: sie dominieren. Anwohner und Passanten fühlen sich von den Dealern gestört und sehen sich als Leidtragende der laxen Berliner Drogenpolitik.

Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) hält in dem Beitrag dagegen und verteidigt den gegenwärtigen Zustand als Wunsch der Anwohner. In dem Beitrag sagt sie, es sei ein Anliegen der Anwohner und engagierten Nachbarschaft gewesen, die Dealer nicht des Parks zu verweisen - „keine Gruppe soll ausgeschlossen werden“.

Weiter sagt sie: „Heute ist es die Dealergruppe, die rausgeschickt wird. Was ist morgen? Wer darf morgen nicht in den Park rein? Und wer darf übermorgen nicht in den Park rein? Und wer bestimmt das eigentlich?“