• Quarantäne wegen Coronavirus: Deutsche Rückkehrer sollen in Berliner Krankenhaus gebracht werden
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Quarantäne wegen Coronavirus : Deutsche Rückkehrer sollen in Berliner Krankenhaus gebracht werden

Die Bundesregierung holt weitere Deutsche aus dem Virus-Gebiet in China zurück. Sie sollen zunächst in einer Klinik in Köpenick isoliert und untersucht werden.

Der Airbus A310 "Kurt Schumacher" startet auf dem Flughafen Köln Bonn in Richtung Wuhan, um Deutsche aus der vom Coronavirus am stärksten betroffenen chinesischen Provinz Hubei auszufliegen.
Der Airbus A310 "Kurt Schumacher" startet auf dem Flughafen Köln Bonn in Richtung Wuhan, um Deutsche aus der vom Coronavirus am...Foto: Oliver Berg/dpa

Mehrere deutsche Rückkehrer aus der Metropole Wuhan in China sollen am Sonntag voraussichtlich in das DRK-Klinikum in der Salvador-Allende-Straße in Köpenick gebracht werden. Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums bestätigte am Samstag einen entsprechenden Bericht der „Bild“-Zeitung.

Die Senatsverwaltung für Gesundheit teilte ebenfalls am Samstag mit, dass Berlin am Sonntag voraussichtlich etwa 20 Rückkehrer aus Wuhan in Empfang neben werde. Die Menschen, die sich in dem Gebiet aufgehalten haben, in dem das Coronavirus am stärksten verbreitet ist, sollen mit einem Flugzeug der Luftwaffe in Tegel landen.

Das Deutsche Rote Kreuz will die Rückkehrer anschließend für 14 Tage in dem Klinikum in Köpenick unter Quarantäne stellen, um eine mögliche Infektion mit dem Virus frühzeitig erkennen oder ausschließen zu können. Die betroffenen Personen sollen in einem Verwaltungsgebäude untergebracht werden, in dem sie komplett von den regulären Patienten isoliert werden. Betreut werden sie demnach von ehrenamtlichen Einsatzkräften des Deutschen Roten Kreuzes. Alle Rückkehrer sollen auf das Coronavirus getestet werden, Ergebnisse sind für Montagmittag angekündigt.

„Berlin ist gut vorbereitet. Alle Abläufe stehen“, teilte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) mit. Alle beteiligten Stellen seien in engem Austausch. „Wir haben in Berlin ein hervorragendes und erfahrenes Gesundheitssystem, in dem der öffentliche Gesundheitsdienst eng mit den Kliniken zusammenarbeitet. Das kommt jetzt zum Einsatz“, teilte Kalayci weiter mit.

Aktuell spricht die chinesische Regierung von 34.546 infizierten Menschen, 722 Menschen sind in China bereits an dem Virus verstorben. Außerhalb von Festland-China gibt es in mehr als zwei Dutzend Ländern mehr als 270 weitere Fälle, davon 14 in Deutschland.

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