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Schule

Das von der rot-roten Koalition geplante Losverfahren für Bewerber an besonders gefragte Oberschulen stößt bei betroffenen Gymnasien auf Ablehnung. Das legen eine Umfrage der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus sowie Äußerungen von Pädagogenvertretern nahe.

Aus Haupt-, Real- und Gesamtschulen werden Sekundarschulen, für Plätze an begehrten Gymansien gibt es eine Lotterie, der praxisorientierte Unterricht soll zunehmen und Sitzenbleiben wird abgeschafft: das sieht das neue Schulgesetz vor. Wir geben einen Überblick.

Von Susanne Vieth-Entus

Mit einer gemeinsamen Aktionswoche werden Schüler und Studenten nächste Woche in Berlin auf Missstände im Bildungswesen aufmerksam machen. Am Mittwoch sind in mehr als 80 deutschen Städten Demonstrationen geplant.

Schnell soll es gehen mit der Schulgesetzänderung, damit die ersten Sekundarschulen schon 2010/11 starten können. Eingehalten werden kann dieser Fahrplan aber nur, wenn parallel an etlichen Ausführungsvorschriften gearbeitet wird. Denn noch ist gar nicht klar, wie das neue Verfahren bei der Vergabe begehrter Schulplätze ablaufen soll.

SPD und Linke haben sich auf Zugangskriterien für Gymnasien geeinigt und den Weg für eine Reform der Berliner Schulstruktur frei gemacht. An beliebten Schulen werden 30 Prozent der Plätze verlost. 60 Prozent sollen die Gymnasien selbst auswählen dürfen.

Von Susanne Vieth-Entus

Berlins Schulen sollen mit einer kräftigen Finanzspritze saniert werden: Mehr als eine halbe Milliarde Euro sollen in den kommenden drei Jahren investiert werden. Zehn Millionen sind für Privatschulen vorgesehen.

Von Katja Gartz

Rot-Rot streitet um die Losquote für Gymnasien: Die SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus hat sich am Dienstag dafür ausgesprochen, nur 25 statt 50 Prozent der Plätze an beliebten Schulen zu verlosen. Dies gefährdet allerdings den Kompromiss mit dem Koalitionspartner von der Linken.

Von Susanne Vieth-Entus

An beliebten Schulen soll künftig auch das Los darüber entscheiden, wer aufgenommen wird. Die Koalition will jeden zweiten Platz auf diese Weise vergeben. Dagegen protestieren Eltern und Schulen.

Von Susanne Vieth-Entus

Schüler begeistern sich immer mehr für Wirtschaftsthemen. Beim Wettbewerb Business@School können sie zeigen, was sie können. Das Hildegard-Wegscheider-Gymnasium überzeugte mit dem Konzept für eine Döner-Esshilfe.

Von Daniela Martens

Vor 10 Jahren begann die Weddinger Erika-Mann-Schule ihre Theaterarbeit. Eine Erfolgsgeschichte – aus der Not geboren, denn 80 Prozent der Schüler stammen aus Migrantenfamilien. Die Rektorin hat jetzt aufgeschrieben, wie es geht.

Von Werner Kurzlechner

In Kreuzberg müssen im Sommer fünfte Klassen der Hunsrück-Schule zusammengelegt werden, weil sie nur noch aus 20 Kindern bestehen. Eltern protestieren in einem offenen Brief an Bildungssenator Zöllner.

Weil er von seinen Mitschülern gehänselt wurde, ist ein Elfjähriger am Dienstag aus der Nils-Holgersson-Schule in Marzahn abgehauen und mit dem Zug bis ins niedersächsische Wolfsburg gefahren.

SPD und Linkspartei müssen den Grundschulen die Möglichkeit geben, sozial benachteiligte Kinder besser zu fördern – und zwar durch kleinere Klassen und nicht durch aufgepfropfte Reformen wie das jahrgangsübergreifende Lernen. Die Hast der Schulreform birgt Risiken – für Schüler, Lehrer und Eltern. Wie hoch diese Risiken sind, zeigt schon der Blick in den jetzt angedrohten Lostopf.

Von Susanne Vieth-Entus

Lehrer warnen vor den Folgen des Jahrgangsübergreifenden Lernens: Wenn Erst- und Zweitklässler zusammen unterrichtet werden, geht der Überblick verloren, lautet ihre Kritik. Der Senat will aber an der Grundschulreform festhalten.

Von Susanne Vieth-Entus

Abiturienten ärgern sich darüber, dass sie erst zu Wochenbeginn erfahren, wann sie in die mündliche Prüfung müssen.

Von Susanne Vieth-Entus

In der Realität können sich Sonne und Mond nie treffen. Sie sind zwei Himmelskörper, die weit voneinander entfernt im Weltraum schweben, jedoch durch unsichtbare Kräfte verbunden sind. In Peter Brosens und Jessica Woodworths Film "Altiplano" begegnen sich Sonne und Mond.

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Raue Landschaften und Radios an Bäumen: In seinem Film "Sirta la gal ba" (Whisper with the Wind) malt der irakische Regisseur Shahram Alidi wunderschöne, surrealistische Bilder vom Krieg im Irak der 80er Jahre.

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Stereotype Bilder, stereotype Figuren: In seinem Debüt "Adieu Gary" misslingt es dem französischen Regisseur Nassim Amaouche, das Problem einer zerfallenden Gemeinschaft im Stil eines Westerns zu verfilmen.

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Ein Musiker, ein Bauer, ein in die Jahre gekommener Wrestler: In “Bad Day to Go Fishing” begleitet der uruguayische Regisseur Álvaro Brechner eine Reisegruppe in einem rumpelnden Bus. Leider geraten seine Figuren ziemlich oberflächlich.

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Leben unter Strommasten: "Lost Persons Area" der belgischen Regisseurin Caroline Strubbe zeichnet das Bild einer ungewöhnlichen Gemeinschaft.

Wem nutzt ein strenger Zugang zum Gymnasium und wem schadet er? Unter den Schulleitern gehen die Meinungen stark auseinander. Der Bildungssenator will bald entscheiden.

Von Susanne Vieth-Entus

Die Beruflichen Gymnasien werben mit besonderen Schwerpunkten – Zehntklässler können sich jetzt anmelden. Die Anforderungen an die Schüler sind dieselben wie an traditionellen Gymnasien.

Von Patricia Hecht

Die Linkspartei hat den Vorstoß von Berliner Oberstudiendirektoren, die Zugangsvoraussetzungen für Schüler an Gymnasien zu verschärfen, abgelehnt. Die Fraktionschefin im Abgeordnetenhaus Carola Bluhm macht sich Sorgen um die soziale Mischung.

Opposition und SPD sind gegen einen strengen Numerus Clausus für Gymnasien. Ein NC ließe Migranten kaum noch Chancen. "Weiße Gymnasien" sollen verhindert werden.

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