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Sigrid Nikutta soll in den Bahn-Vorstand : Pop will eine Frau an der Spitze der BVG

Sigrid Nikutta wechselt zur Deutschen Bahn. Wirtschaftssenatorin und BVG-Aufsichtsratsvorsitzende Ramona Pop hat eine Vorstellung, wer die BVG leiten soll. Wer folgt auf BVG-Chefin Nikutta?

Könnte bald für die Bahn den Helm aufsetzen: die bisherige BVG-Chefin Sigrid Nikutta.
Könnte bald für die Bahn den Helm aufsetzen: die bisherige BVG-Chefin Sigrid Nikutta.Foto: picture alliance / dpa

Der Wechsel von BVG-Chefin Sigrid Nikutta in den Vorstand der Deutschen Bahn ist noch nicht unterschrieben. Dennoch meldete sich am Mittwoch Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) zu Wort.

Pop ist auch Aufsichtsratsvorsitzende der Berliner Verkehrsbetriebe. „Sollte sich der Bahn-Aufsichtsrat für Frau Nikutta entscheiden, würde ich mich persönlich für Frau Nikutta freuen. Für Berlin und als BVG-Aufsichtsratsvorsitzende wäre Frau Nikutta ein Verlust." Am Mittwoch sprach sich nach einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur der Personalausschuss des Aufsichtsrats für Nikutta aus. Der Aufsichtsrat der Bahn könnte die Personalie bei seiner Sitzung am 7. November beschließen.

Ein Machtvakuum an der Spitze des größten deutschen Verkehrsbetriebes sieht Pop nicht. "Die BVG ist für eine mögliche Überbrückungszeit auch dank des neuen Vorstands, der sich um den Betrieb – und damit auch um das große Thema Vergabe U-Bahn – kümmert, gut gerüstet. Für überstürztes Handeln gibt es keinen Anlass.“

90 Jahre BVG
"Neue Dienstkleidung bei der BVG West" heißt dieses Bild aus dem Archiv der BVG.Weitere Bilder anzeigen
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01.01.2019 16:33"Neue Dienstkleidung bei der BVG West" heißt dieses Bild aus dem Archiv der BVG.

Noch-BVG-Chefin Nikutta soll Güterverkehr der Bahn sanieren

Wie berichtet, hat am vergangenen Montag der neue Vorstand Rolf Erfurt seinen Job angetreten. Dieser soll sich um das operative Geschäft, also den Betrieb, kümmern. Er war bereits im Mai berufen worden, konnte den Posten aber erst jetzt antreten. Pop kündigte für die Nachfolge von Nikutta "selbstverständlich ein geregeltes Besetzungsverfahren" an. Auch bei der BSR ist gerade der Chefposten auf diesem Wege besetzt worden. Auch dort hat mit Stephanie Otto eine Frau den Posten der früheren BSR-Chefin Tanja Wielgoß übernommen.

Die Position an der BVG-Spitze sei "eine Schlüsselfunktion für die Verkehrswende". "Angesichts der Vielzahl von männlichen Besetzungen in Spitzenpositionen werden wir auch hier versuchen wieder eine starke und erfahrene Frau zu gewinnen", teilte Pop mit. Bei der Deutschen Bahn soll Nikutta den mit großen Schwierigkeiten kämpfenden Bereich Güterverkehr sanieren.

 

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