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In diesem markanten Eckhaus am Kurfürstendamm 31 bereitet die Spielbank Berlin die Eröffnung neuer Räume vor.

© Cay Dobberke

Glücksspiel im früheren Berliner BMW-Haus: Spielbank will bald am Kurfürstendamm eröffnen

Black Jack statt BMW: Die Spielbank Berlin übernimmt den geschlossenen Auto-Showroom am Ku'damm – und hofft auf eine Eröffnung am 1. Mai.

Wegen der Coronakrise scheint der geplante Termin so unsicher wie ein Glücksspielgewinn, aber die Bauarbeiten sind in vollem Gang: Am 1. Mai will die Spielbank Berlin einen Standort im früheren BMW-Haus am Kurfürstendamm 31, Ecke Uhlandstraße in Charlottenburg eröffnen. Auf mehr als 1000 Quadratmetern in zwei Etagen soll es die klassischen Tischspiele Roulette, Baccara und Black Jack sowie 100 Automaten und vielfältige gastronomische Angebote geben.

Das Haus ersetzt die halb so große Charlottenburger Automatenspiel-Dependance am Los-Angeles-Platz. Dort müsse die Spielbank nach 37 Jahren ausziehen, „weil der Vermieter andere Pläne hat“, sagte der Sprecher der Geschäftsführung, Gerhard Wilhelm, dem Tagesspiegel.

Der Ku’damm sei eine viel bessere Lage und stehe in einer „gewissen Tradition“. Denn im nahen Europa-Center am Breitscheidplatz hatte der vorherige Eishockey- und Tennisspieler Gustav Jaenecke das Unternehmen 1975 gegründet.

1998 war der Hauptstandort an den Potsdamer Platz in Mitte verlagert worden. 2017 wollte die Spielbank von dort an den Kurfürstendamm umziehen – nämlich ins Ku’damm-Karree, das derzeit unter dem neuen Namen „Fürst“ umgestaltet wird. Doch 2019 scheiterten die Verhandlungen. Laut Wilhelm lag dies am langsamen Fortschritt des Bauprojekts. Stattdessen verlängerte man den Mietvertrag am Potsdamer Platz bis 2036.

Niederlassungen gibt es auch am Alexanderplatz in Mitte und in der Spandauer „Ellipse“. Vor der Corona-Pandemie kamen jährlich mehr als 600.000 Gäste in die vier Spielstätten. Aktuell muss der Betrieb zum zweiten Mal seit dem Frühjahr 2020 im Corona-Lockdown ruhen. Trotzdem sei es gelungen, die mehr als 550 Arbeitsplätze zu erhalten, betont Wilhelm. Für die Zukunft gibt es ein Hygienekonzept.

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Wann die Glücksspielstätten aufmachen dürfen, ist aber nicht absehbar. Auch am Kurfürstendamm könne es natürlich zu einer Verzögerung kommen, sagt Wilhelm. Der 1. Mai sei bereits vor Monaten als Eröffnungstag ins Auge gefasst worden. An den abgeklebten Fenstern werben Plakate für diesen Termin.

[Der Autor dieses Textes, Cay Dobberke, schreibt den Tagesspiegel-Newsletter für Charlottenburg-Wilmersdorf. Kostenlos bestellen: leute.tagesspiegel.de]

Ursprünglich war das Gebäude 1994 für den Auto- und Motorradhersteller BMW entstanden. Zuletzt diente es nicht mehr als Verkaufs- und Servicestandort, sondern nur noch als Showroom. 2019 zog BMW mit der Begründung aus, man wolle sich „auf die Vertriebsstandorte der BMW Group und der BMW-Händler sowie auf flexible und standortunabhängige Formate konzentrieren“. Vermieter des Hauses ist die Glien Invest GmbH des Berliner Immobilienunternehmers Uwe Glien.

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