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In der Kleingartenkolonie ist der Weg nur gut ein Meter breit. Hier ist Widerstand programmiert.
© Jörn Hasselmann

Kein Durchkommen bis Anfang September: „Spreepfad“ in Charlottenburg wegen Steg-Sanierung gesperrt

Der Fuß- und Radweg an der Spree ist zwischen Schloss Charlottenburg und Fürstenbrunner Weg unterbrochen. Unter der Wissell-Brücke sind Holzbohlen verfault.

Noch bis zum 2. September ist der Fuß- und Radweg an der Spree in Berlin-Charlottenburg gesperrt. Dies geht aus einem Aushang der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung hervor.

Betroffen ist der Abschnitt zwischen Fürstenbrunner Weg und Schloss Charlottenburg – also genau das Stück, um dessen Ausbau seit Jahren gestritten wird.

Hintergrund der Sperrung ist die Instandsetzung eines kurzen Stücks des Weges unterhalb der Rudolf-Wissell-Brücke. Hier verläuft der Weg über Stege am Wasser entlang, die Holzbohlen sind verfault.

Im Juli hatten sich Senat und Bezirksamt nach heftigen Protesten von Umweltschützern, dem Fußgängerverband „Fuss“ und Kleingärtnern darauf geeinigt, dass der schmale Weg nicht als „Vorrangroute“ für den Radverkehr ausgebaut wird. Diese Strecke für schnelle Radfahrer soll stattdessen bis Ruhleben über den Spandauer Damm führen. Dies ist auf einer Seite der Verkehrsverwaltung zu sehen.

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Dennoch plant die für Radwege zuständige senatseigene „Infravelo“ weiterhin eine Verbreiterung des teilweise nur einen Meter schmalen Pfades als „Spree-Rad- und Wanderweg“, Details stehen noch nicht fest. Baubeginn soll Ende dieses Jahres sein.

Der "Spreepfad" zwischen Schloss und Fürstenbrunner Weg ist Teil des 360 Kilometer langen Spreeradweges. Der an der Quelle im Sächsischen Eibau beginnende Spreeradweg endet seit Jahrzehnten nicht an der Mündung der Spree in die Havel in Spandau, sondern in Schotter, Scherben und Schlaglöchern ein paar Kilometer davor. Frühestens 2027 soll eine kombinierte Fuß- und Radwegbrücke auf das nördliche Ufer nahe der Zitadelle fertig sein.

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