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Eine Fahrgastanzeige am S-Bahn-Gleis des Potsdamer Hauptbahnhofs. Der Stromausfall in Berlin nach einem Brandanschlag hat auch hier Auswirkungen. Am Montagmorgen verkehrten die S-Bahnen Richtung Berlin im 40-Minuten-Takt.

© Ottmar Winter PNN/Ottmar Winter PNN

Update

Brandanschlag auf Berliner Stromversorgung: S1 und S7 teils weiterhin unterbrochen – Auswirkungen auf Potsdam

Der große Stromausfall in Berlin hat weiter Auswirkungen auf den S-Bahn-Verkehr. Doch es gibt auch gute Nachrichten. Welche Linien sind betroffen?

Stand:

Wegen des Stromausfalls in Berlin ist der S-Bahn-Verkehr teilweise weiter unterbrochen. Die S1 (Oranienburg - Wannsee) fahre aufgrund des Ausfalls der Stromversorgung und eines Stellwerksausfalls zwischen Zehlendorf und Wannsee nicht, teilte die S-Bahn Berlin mit. Auch die Linie S7 (Ahrensfelde - Potsdam) ist mit Einschränkungen unterwegs.

Die Regionalexpress-Linien RE1 und RE7 dagegen sind laut einer Mitteilung vom Sonntagnachmittag nicht mehr davon betroffen. Der RE7 fuhr am Montagmorgen außerplanmäßig über den Potsdamer Hauptbahnhof, dafür aber ohne Halt in Bahnhof Rehbrücke bis Seddin.

Wo fährt der Ersatzverkehr?

Die Linie S7 fährt von Ahrensfelde nach Wannsee, zwischen Ahrensfelde und Charlottenburg alle zehn Minuten, zwischen Charlottenburg und Wannsee im 20-Minuten-Takt. Zwischen Wannsee und dem Potsdamer Hauptbahnhof fährt die S7 laut der S-Bahn Berlin im 40-Minuten-Takt.

Für die S1 zwischen Wannsee und Zehlendorf wurde ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Die Haltestellen sind auf der Webseite der S-Bahn Berlin aufgeführt.

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Ruhiger Morgen am Potsdamer Hauptbahnhof

Am Potsdamer Hauptbahnhof war die Lage am Montagmorgen dennoch vergleichsweise entspannt. Gegen 7.45 Uhr waren viele Fahrgäste schon oberhalb der Gleise mit der Fahrplan-App auf dem Handy zu sehen. „Ich versuche, von hier wegzukommen“, erklärte ein Mann den Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN): „Ich hätte wohl früher losfahren sollen.“ Er sei auf dem Weg zur Arbeit nach Berlin.

Der S-Bahnverkehr auf der S7 von Potsdam in Richtung Berlin wurde am Montag wieder aufgenommen – allerdings mit Einschränkungen.

© Ottmar Winter PNN/Ottmar Winter PNN

Eine Frau schaut unten am fast menschenleeren S-Bahn-Gleis auf die soeben eingefahrene S-Bahn. Noch 35 Minuten sollen es sein bis zur Abfahrt, steht auf der Anzeige. Die Bahn fährt nur bis Wannsee. Einsteigen oder nicht? Sie wolle zur Arbeit – nach Griebnitzsee, erklärt die 50-Jährige. Die Regionalbahn dahin fährt derzeit zwar nicht, aber: „Es gibt auch einen Bus.“ Ein anderer Mann mit kleinem Koffer ist auf dem Weg ins Büro nach Berlin und überlegt, ob er statt der S-Bahn lieber auf die Regionalbahn setzt. Zum Glück habe er keine dringenden Termine, sagt der 58-Jährige und wählt die S-Bahn.

Nach einem Brandanschlag geht der Betreiber Stromnetz Berlin davon aus, dass erst am Donnerstag wieder alle betroffenen Haushalte mit Strom versorgt werden können. Am frühen Samstagmorgen hatte der Brand an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal zum Kraftwerk Lichterfelde wichtige Leitungen beschädigt. (dpa/mit cmü/jaha)

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